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Dienstag, 15. November 2016

Last orders, please (2)







Letzte Runde:

"Katzen impfen - Der kritische Ratgeber" wird voraussichtlich bis Frühjahr 2017 ausverkauft sein.

Es wird keine weitere Printausgabe dieses Titels geben.  

Wer noch ein gedrucktes Exemplar möchte, sollte sich beeilen. 

Last orders, please (1)








Letzte Runde:

"Hunde impfen - Der kritische Ratgeber" ist fast ausverkauft

Der Titel wird NICHT nachgedruckt. 

Wenn die restlichen Exemplare weg sind, wird es keine Printausgabe mehr geben. 

Wer das schmale, aber gehaltvolle Büchlein möchte, sollte sich also ranhalten. 

Montag, 7. November 2016

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Mittwoch, 26. Oktober 2016

Zu Halloween: Tollwut in Deutschland 2016







Bild: Wikimedia 





23 Fälle von Fledermaustollwut im bisherigen Jahresverlauf - das sind etwa zwei- bis dreimal so viele wie sonst.  

Der Anstieg lag wohl am nassen Frühling und Frühsommer, das hat den Insektenjägern zugesetzt. 

Bis Jahresende dürften kaum noch Fälle hinzukommen. Die Fledermäuse ruhen jetzt in ihren Höhlen und sonstigen Winterquartieren. 


***

23 Fälle sind kein Grund zur Panik.

Auch wenn manche Medienberichte diesen Sommer ziemlich hysterisch waren.  

Es ist noch gar nicht so lange her, da hatten wir in Deutschland drei- oder sogar vierstellige Fallzahlen bei Wild- und bei Haustieren. Ohne dass darüber jeden Tag was in der Zeitung gestanden hätte. 

1990: 17 Fälle Fledermaustollwut, 4474 Fälle Wildtiertollwut, 1092 (!) Fälle Haustiertollwut

2000: 10 Fälle Fledermaustollwut, 166 Fälle Wildtiertollwut, 16 Fälle Haustiertollwut




PS: Bis dato übrigens null Fälle bei terrestrischen Wildtieren und null Fälle bei Haustieren. 



©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/








Sonntag, 9. Oktober 2016

Die Wunderimpfstoffe der Veterinärmedizin










"Journal of Irreproducible Results" = "Zeitschrift für nicht reproduzierbare Ergebnisse" = Scherzblatt für Wissenschaftler         
© JIR





Für Tiere gibt es Impfstoffe, die die Humanmediziner eigentlich furchtbar neidisch machen müssten. 

Und zwar deshalb, weil es der Forschung partout nicht gelingt, wirksame und verträgliche Impfstoffe für die Humanvarianten dieser Erreger zu entwickeln. 

Beispiel: der Impfstoff gegen das feline Immunschwächevirus, FIV ("Katzenaids"). 

FIV und HIV (Immunschwächevirus des Menschen) sind einander so ähnlich, dass viele Katzen für die HIV-Forschung leiden müssen. 

Ein Impfstoff gegen HIV liegt trotz jahrzehntelanger Forschung in weiter Ferne, vielleicht wird es ihn niemals geben. 

Aber ein FIV-Impfstoff (Totimpfstoff mit Adjuvans) wird in den USA, in Kanada und in Australien munter verabreicht. 

Er soll jährlich gegeben werden, was ihn für so manchen Tierarzt sehr reizvoll macht. 

In Australien wurde ganz offen damit geworben, dass er die Patienten jährlich in die Praxis schafft.

Dass er nichts taugt, ist u. a. von Wissenschaftlern in Großbritannien schon längst nachgewiesen worden. 

Ein Forscherteam hat das nun dankenswerterweise auch für australische Katzen gezeigt (Westman et al. 2016). 

FIV-geimpfte und nicht FIV-geimpfte Katzen mit Freigang wurden auf eine FIV-Infektion untersucht. 

Resultat: Die Infektionsrate der zwei Gruppen hat sich nicht statistisch signifikant unterschieden. 

Fazit: "Die Ergebnisse dieser Studie rufen Zweifel an der Wirksamkeit von Fel-O-Vax FIV unter Feldbedingungen hervor" (Übers. MP). 

Anders gesagt: Im wirklichen Leben versagt der Impfstoff


***

Halt so, wie experimentelle HIV-Impfstoffe bisher auch immer versagt haben. 

Wären sie für Tiere gedacht gewesen, hätte man sie natürlich umgehend zugelassen. 


***

Das FIV-Zeug ist nicht der einzige Wunderimpfstoff der Veterinärmedizin.

In die gleiche Kategorie gehören der Katzenimpfstoff gegen Chlamydien (Humanimpfstoffe gegen Chlamydien weit und breit nicht in Sicht) und alle Haustierimpfstoffe gegen Einzeller, also gegen Giardien, Leishmanien und Babesien (Humanimpfstoffe gegen Einzeller weit und breit nicht in Sicht). 

Dennoch sind diese Veterinärimpfstoffe allesamt behördlich zugelassen worden. 

***

Und zwar auf Basis von (Hersteller-) Laborstudien, die von Rechts wegen in diesem Journal hätten versenkt werden müssen: 



© JIR



PS: Was vergessen, nämlich die Pilzimpfstoffe für Katzen, Hunde, Pferde usw. Gibt es natürlich für Menschen auch nicht.



©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/





Samstag, 1. Oktober 2016

Am Flughafen herausgefischt



Zu unserem (älteren) Beitrag über Titermessungen für SHP (Staupe, Hepatitis, Parvo) haben wir eine Leseranfrage erhalten:  


"Habe mit interesse ihren Beitrag gelesen und verfolgt.MeinHund happy ist im Moment Opfer dieser Titer Hysterie.Ich bin mit ihm nach Deutschland eingereist, Tollwuttiter war am 12.08. bei 0,83. Beim Vet Amt am Flughafen wurde er "herausgefischt" in Quarantaene verbracht noch mal Titerbestimmung und nun bei 0,29. Fuer die Behoerden zu wenig um einreisen zu duerfen. An wen kann man sich wenden oder sitzen die amlaengeren Hebel"




Unser Kommentar dazu:

1. In dem Beitrag geht es NICHT um Tollwuttiter, sondern um Titer für SHP. 

SHP und Tollwut sind zweierlei Paar Schuhe. Und zwar deshalb: 

Tollwut ist eine Zoonose, dh sie kann von Tieren auf Menschen übertragen werden. Es geht um die öffentliche Gesundheit und den Schutz von Menschen. 


2. Der Nachweis eines Tollwut-Mindestimpftiters wird für die Einreise von Hunden (oder Katzen) aus bestimmten Ländern mit Tollwutrisiko verlangt. Hierbei handelt es sich also um eine amtliche Vorschrift (basierend auf EU-Verordnungen usw.). 


3. Warum der Hund am Flughafen "herausgefischt" wurde, wird in der Zuschrift nicht erklärt. Es könnte sein, dass irgendetwas in seinen Reisedokumenten nicht stimmte. 


4. Tollwut-Titerbestimmungen für die Einreise in die EU dürfen in der Herkunftsländern nur von Laboren vorgenommen werden, die von der EU anerkannt sind. 

Wenn der Titernachweis von einem anerkannten Labor stammt und auch sonst alle Vorschriften eingehalten wurden (Mindestalter und Kennzeichnung des Tiers, Wartefristen, Passeinträge usw.), sollte es eigentlich keine Probleme geben. 


5. Wer einen Hund aus einem Drittland einführt, für das der Tollwut-Titernachweis vorgeschrieben ist, tut gut daran, alle Einreisevorschriften genauestens zu beachten. Sonst muss das Tier es ausbaden. 

Das gilt übrigens genauso für den Import von Hunden aus EU-Mitgliedsstaaten.

Die Vorschriften kann man u. a. hier nachlesen. 


6. Ja, die sitzen am längeren Hebel


7. Dass die Behörden streng sind, sollte niemanden wundern. Ständig wird gegen die Einreisevorschriften verstoßen, ständig werden Hunde über die Grenzen gekarrt, die nicht korrekt gegen Tollwut geimpft wurden. Das betrifft Welpen von den Hundevermehrern in Osteuropa und leider auch Hunde, die von Tierschutzorganisationen nach West- oder Nordeuropa gebracht werden.*



* So wurde etwa für eine norwegische Studie bei 75 Tierschutzhunden aus östlichen EU-Ländern (hauptsächlich Rumänien und Ungarn) nach der Einreise der Tollwutimpftiter kontrolliert. Fast jeder fünfte hatte einen negativen Tollwutimpftiter (weniger als 0,1). Die Studienautoren äußern den Verdacht, dass Tierärzte im Herkunftsland eine Tollwutimpfung bescheinigt haben könnten, ohne sie tatsächlich zu verabreichen. Das ist bei Hunden aus Ländern, in denen die Tollwut noch zirkuliert, keineswegs nur eine Formalität. Wenn mit den Impfbestimmungen so salopp umgegangen wird, braucht man sich nicht zu wundern, wenn sie wieder verschärft werden. Dass Tollwut-Impftiternachweise innerhalb der EU gänzlich abgeschafft wurden, gefällt etlichen (Amts-) Veterinären überhaupt nicht. - Norwegen gehört nicht zur EU, hat aber die EU-Einreisevorschriften übernommen. 



©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/