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Montag, 9. April 2012

Den Tierhaltern was vom Pferd erzählen

Wenn Tierärzte ihre Impfprogramme von der jährlichen Komplettimpfung auf dreijährliche Impfintervalle umstellen, ist das immer noch willkürlich, weil der Schutz gegen die wichtigsten Infektionen nicht nach drei Jahren abbricht, aber es ist doch etwas besser als die jährliche Volldröhnung.

Nicht schön ist, was eine US-Veterinär(zeitschriften)website den Tierärzten hierbei für den Umgang mit den Patientenbesitzern empfiehlt. Und das anno 2012. Laut diesem Rat sollen Tierärzte dann so tun, als wären sie an der Speerspitze des wissenschaftlichen Fortschritts. Die Forschung zur Dauer des Impfschutzes (Staupe, Parvo, Hepatitis, bzw. Katzenseuche) liege zwar schon seit Jahrzehnten vor, "aber die Tierhalter brauchen das ja nicht zu wissen". Und weiter: "Erzählen Sie ihnen, dass Sie das praktizieren, was die neueste Forschung verlangt."

Neueste Forschung, toll.

Gibt es das in Deutschland auch? Aber gewiss doch. Es gibt jede Menge Tierärzte, die den Patientenbesitzern weismachen, dass erst die gaaaanz neuen Impfstoffe längere Intervalle erlaubten und dass die früheren Staupe-Hepatitis-Parvo-, resp. Seuche-Impfstoffe halt nicht so lange geschützt hätten. Völliger Käse. Entweder erschreckendes Unwissen oder absichtliche Täuschung. Beides spricht nicht für den Berufsstand.





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