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Samstag, 17. November 2012

PEI-Bericht zu Impf-Nebenwirkungen 2011

Kürzlich hat das Paul-Ehrlich-Institut seinen Bericht über die 2011 gemeldeten Impfnebenwirkungen (UAW) bei Tieren veröffentlicht.

Die Zahlen für Hunde, Katzen, Pferde, Kaninchen und Frettchen liegen ungefähr in der gleichen Größenordnung wie in den Vorjahren.

Interessanterweise behaupten die Autoren des Berichts diesmal nicht, dass die - mickrigen - Meldezahlen zu Impfnebenwirkungen beim Hund ein "generell hohes Maß an Sicherheit" der Hunde-Impfstoffe "belegen".

Siehe hierzu auch: http://haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/2012/11/garbage-in-garbage-out.html

Wir hatten uns vor einiger Zeit erkundigt, warum das PEI immer diese - wissenschaftlich unhaltbare - Angabe zur UAW-Quote bei Hunden macht. In seiner Antwort berief sich das PEI auf eine einschlägige europäische Vorschrift. 

Eine sehr merkwürdige Vorschrift, die offenbar nur für Hunde-Impfstoffe gilt oder galt - bei den anderen Tierarten, die im Bericht vorkommen, wurde niemals eine Impfnebenwirkungsquote angegeben.

Im aktuellen Report mit den UAW-Zahlen von 2011 wird diese windige Quote für Hunde jedenfalls nicht mehr genannt, und das ist schön.

Die Ergebnisse in Kürze:

Hund: 109 Meldungen

Wie viele Hunde pro Meldung betroffen waren, wird leider nicht mehr angegeben; in früheren Berichten waren es im Durchschnitt etwa zwei Hunde pro Meldung.

Todesfälle nach Impfungen ("letaler Ausgang"): 30

Rassen: Chihuahua (11 Meldungen) und Mops (6 Meldungen) führen die Liste an.

Nicht weiter überraschend, kleine Rassen sind besonders anfällig für Impf-UAW.

Gemeldete UAW: Störung des Allgemeinzustands, Magen-Darm-Symptomatik, akutes Schockgeschehen, kardiovaskuläre Störung, respiratorische Symptomatik, lokale Reaktionen, Augenaffektationen, neurologische Symptome, Hautaffektationen, Pruritus


Katze: 40 Meldungen

Dass davon nur zwei Meldungen Impfsarkome betrafen, überrascht uns nicht: Impfsarkome wurden und werden nachweislich so gut wie nie als Impf-UAW gemeldet.

Gemeldete UAW: Pruritus, Gesichtsödeme, Erbrechen, Dyspnoe, Tachykardie; Unruhe, Ängstlichkeit, lautes Schreien, Wesensveränderungen



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