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Donnerstag, 31. Januar 2013

Arte-Themenabend Aluminium / mit Doku-Film

Zum Vormerken: Am 12. März bietet Arte einen Themenabend über Aluminium. Dabei wird auch Bert Ehgartners Dokumentationsfilm "Dirty Little Secret – Die Akte Aluminium" gezeigt (20.15 Uhr). Danach wird Professor Christopher Exley zu sehen sein. Dessen Forschungsarbeit u. a. zu Aluminium in Impfstoffen wird in Ehgartners Buch (s. Buchvorstellung in diesem Blog) ausführlich dargestellt.


PS: Eine Leserin schreibt, Gefahr bestehe nicht nur durch die in Ehgartners Buch erwähnten Dinge, sondern auch durch Aluminium in Impfstoffen. Natürlich behandelt Ehgartner dieses Thema in seinem Buch, und zwar auf fast 100 Seiten.

S. a. http://haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/2013/01/buchempfehlung-dirty-little-secret-die.html (siebter Absatz)

Dienstag, 29. Januar 2013

Blütenlese Tollwut: Der böse Wolf

Wolfsgegnern ist anscheinend kein Pseudo-Argument zu blöd. Ein "Bündnis gegen den Wolf" hat jetzt verkündet (und die Medien verbreiten es treudoof), durch die Wiederansiedlung der Wölfe in Deutschland könnte die Tollwut zurückkehren. Und zwar indem Wölfe aus Litauen oder Weißrussland zuwandern und die Krankheit einschleppen.

Das ist erstens sehr unwahrscheinlich, und zweitens ist es ein durchsichtiges Manöver der ausrottungsfreudigen Wolfsgegner, dieses Risiko ausgerechnet auf die paar Wölfe zu projizieren und damit Panik zu machen. Auch Füchse oder Marderhunde könnten aus dem Osten einwandern und die Tollwut mitbringen.(*)

Die sinnvollste Maßnahme wäre daher, die betroffenen Länder bei der Tollwutbekämpfung mittels Köderimpfung zu unterstützen. Nicht durch das Abknallen der Wölfe bei uns, sondern durch Impfaktionen in den östlichen Anrainerstaaten der EU würden Menschen und Tiere am wirksamsten geschützt. 

Dafür, für einen nach Osten verbreiterten Cordon sanitaire, sollte die EU mal Geld ausgeben. Statt es mit vollen Händen rauszuwerfen für neue EZB-Paläste, Agrarsubventionen an Lebensmittelkonzerne, usw., usf. 



(*) Bisher haben sie's allerdings noch nicht getan. Es wäre auch ein ziemlich weiter Weg für tollwutinfizierte, also schwerkranke Tiere.

Montag, 21. Januar 2013

Anmerkung Nr. 2 zur australischen Titerstudie

An unserem Spott über die australische Titerstudie


http://haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/2013/01/anmerkung-zur-australischen-titerstudie.html

http://haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/2013/01/heureka-veterinare-downunder-erfinden.html


wurde Anstoß genommen. Und das, nachdem man sich lediglich das Abstract angesehen hatte, also nur die kurze Zusammenfassung, die in der Literaturdatenbank Pubmed kostenlos zugänglich ist. Wer sich zu Studien äußert, sollte sie aber im Volltext gelesen haben. Abstracts können ziemlich irreführend sein, manchmal geradezu verschleiernd.

Es ist auch hilfreich, sich in einem Thema etwas auszukennen, bevor man sich dazu äußert. Beispielsweise schadet es nicht, sich mit der Frage zu befassen, wie denn bei Humanimpfstoffen die Dauer des Schutzes bestimmt wird. Das kann eine augenöffnende Erfahrung werden.(*) Oder mit der wirklich interessanten Frage, ob die Kinetik von Antikörpern und die Kinetik von Gedächtniszellen unabhängig voneinander reguliert sind und was das für die Beurteilung des Impfschutzes nur anhand von Titern bedeutet.

Es schadet auch nicht, den Hintergrund eines Studienautors zu kennen und zu wissen, dass der sich als Immunologe völlig darüber im klaren ist, was für ein Schmarren die jährliche oder dreijährliche SHP-Nachimpferei ist. Michael Day ist übrigens nicht der einzige Vet-Prof, der mal so und mal so redet, je nachdem, ob andere Immunologen im Saal sind oder nur immunologische Laien (zu denen Vet-Profs übrigens gern die praktischen Tierärzte zählen).



PS: Wir warten immer noch auf die Studie, in der bewiesen wird, dass SHP-Impfstoffe nur ein Jahr oder nur drei Jahre lang schützen. Woran mag es wohl liegen, dass niemand so eine Studie vorweisen kann? 

(*) Hinweis: Es werden nicht alle Menschen vorsichtshalber jährlich oder dreijährlich mit allen Impfstoffen nachgeimpft - obwohl man gar nicht wissen kann, wie lange der Schutz tatsächlich hält, zB der Schutz gegen Masern. Und es werden auch nicht sämtliche Impflinge jährlich zur Ader gelassen, um ihre Impftiter zu kontrollieren. Nein, isses denn die Möglichkeit.  

Dienstag, 15. Januar 2013

Anmerkung zur australischen Titerstudie

Der Beitrag über die Titerstudie bei australischen Hunden (Süß: Veterinäre erfinden das Rad) hat erstaunlich hohe Resonanz gefunden.

Warum eigentlich? Die Ergebnisse sind doch weder neu noch überraschend.

Ja, Hunde haben ein vollwertiges Immunsystem, und, ja, wenn man Hunden Viruslebendimpfstoffe gibt, dann merkt sich das Immunsystem das. Und zwar für viele Jahre, höchstwahrscheinlich lebenslang.

Die "Studie" ist deshalb ein schlechter Witz, weil Michael Day damit hinter seinen eigenen Erkenntnisstand zurückgegangen ist.

Day, Träger vieler akademischer Titel (BSc, BVMS, PhD u. a. m.), ist ein weltweit bekannter Veterinärimmunologe, er hat einschlägige Lehrbücher veröffentlicht und leitet die Vaccination Group des Welttierarztverbands WSAVA.

Auf der Tagung der WSAVA im Jahr 2010 sagte er zum Thema Nachimpfung u. a. dies hier (Übers. und Hervorh. MP):

"Es ist mittlerweile belegt, dass die Schutzdauer für Staupe und Parvo mindestens neun Jahre beträgt."

"Jeder Titer" - also auch ein ganz mickriger - "für Staupe, Hepatitis und Parvo zeigt, dass Impfschutz vorhanden ist."

"Tatsächlich braucht ein Hund, der als Welpe ordnungsgemäß geimpft wurde, wohl für sein ganzes Leben keine weitere Immunisierung mit den Hauptimpfstoffen" (also keine Impfung mehr gegen Staupe, Hepatitis und Parvo).

Warum beteiligt sich Day dann als Senior Author, also Studienleiter, an einer "Studie", bei der Hunde nachgeimpft wurden, die nachweislich Impftiter gegen Staupe, Hepatitis und Parvo hatten?



***

Wir vermuten, dass die "Studie" sowieso nur dem Marketing des Impfstoffherstellers dienen sollte. Schaut her, unsere SHP-Impfstoffe schützen nicht nur in den USA usw. länger als ein Jahr, sondern auch in Australien. Ach, wirklich? Wir sind so unterwältigt. 

Dienstag, 8. Januar 2013

Buchempfehlung: "Dirty little secret. Die Akte Aluminium"




"Keine Ratt‘ tät‘ sich ein Rattengift erfinden", sagte einmal der Kabarettist Mathias Richling. Er hatte dabei Atombomben, Plutonium und dergleichen im Sinn.

Beispiele für menschengemachte Menschheitsbedrohungen gibt es reichlich. Aluminium könnte dazugehören, wie Bert Ehgartner in seinem neuen Buch "Dirty little secret. Die Akte Aluminium" ausführt. Es ist das häufigste Metall in der Erdkruste, in der Biologie kommt es jedoch erst vor, seit der Mensch es unter irrsinnigem Energieaufwand aus Bauxit gewinnt, zu Folien, Kochgeschirr, Joghurtbecherdeckeln und Adjuvantien (Wirkverstärker) für Impfstoffe verarbeitet, in Kosmetika, Arzneimitteln und Medizinprodukten einsetzt, usw. Es ist nachweislich giftig, unter anderem für Nervenzellen. In der Erde belassen, richtet es keinen Schaden an.

Die Diskussion über die Risiken von Aluminium ist nicht neu. Viele halten sie für erledigt, vor allem diejenigen, die an der Herstellung und den Anwendungen dieses so schön silberfarbenen Metalls direkt oder indirekt verdienen. Die Öffentlichkeit und der einzelne Verbraucher stehen vor dem Dilemma, dass es zu Aluminium höchst unterschiedliche Expertenmeinungen gibt. Wem soll man glauben? Ist es doch harmlos, und sind die Aluminiumkritiker, die Ehgartner anführt, bloß Alarmisten, Sonderlinge, Verschwörungsgläubige?

Und: Würden Regierungen, Behörden, Gesundheitsexperten es denn zulassen, dass ein gefährlicher Stoff zigtonnenweise in die Umwelt gebracht wird? Leider ja. Beispiel: Die Risiken der Atomkraft sind hinreichend belegt, trotzdem wird sie in vielen Ländern weiter ausgebaut. Ein weniger bekanntes Beispiel: Tetraethylblei. Die giftige Bleiverbindung wurde als Antiklopfmittel im Benzin ab den 20er Jahren bis weit in die 80er Jahre aus den Autos in die Luft geblasen. Die US-Zeitschrift "The Nation" belegte im Jahr 2000, wie Industrie, gekaufte Wissenschaftler und Behörden die Schädlichkeit jahrzehntelang leugneten, damit die Hersteller ihr Geschäft machen konnten.(*) 

Folgt man Ehgartner, haben wir es beim Aluminium ebenfalls mit einer schleichenden und anhaltenden Massenvergiftung zu tun, ermöglicht durch Ignoranz, Untätigkeit und Korruption in Politik, Verwaltung und Wissenschaft.

In seinem Buch beschreibt er, wie Menschen schon beim Bauxit-Abbau geschädigt werden, vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern. Aber nicht nur dort, siehe die - inzwischen weitgehend vergessene - "rote Flut" in Kolontar (Ungarn) 2010. Es ist dem Autor anzurechnen, dass er diesen Aspekt der Aluminiumwirtschaft ausführlich behandelt. Indem wir unser Vesperbrot in Alufolie einwickeln, nehmen wir Krankheit, Tod und massive Umweltzerstörung in Guinea, Brasilien, Indien usw. in Kauf.

Verzichten wir auf Aluminiumprodukte, erweisen wir aber vielleicht auch uns selbst einen Gefallen. Im Kapitel "Aluminium und Gesundheit" trägt Ehgartner zusammen, welche Gesundheitsschäden nachweislich oder mutmaßlich mit dem Stoff in Verbindung stehen: Aluminium und Demenz/Alzheimer, Aluminium und Brustkrebs, Aluminium und (chronische) Impfnebenwirkungen. (Impfsarkome bei Haustieren durch adjuvanshaltige Impfstoffe werden allerdings nicht thematisiert, dabei hätten sie in seinen Ausführungen über das "schmutzige kleine Geheimnis" der Immunologie durchaus Erwähnung verdient.)

Der Autor verdeutlicht, wie groß der Bedarf an Forschung über die Aluminiumrisiken ist und warum Wissenschaftler, die die Verbreitung und Anwendung dieses Stoffes für ein gefährliches Massenexperiment halten, ein dickes Fell und Durchhaltevermögen haben müssen. In der Medizin macht Karriere, wer nach Alzheimer-Genen sucht oder mit Alzheimer-Impfungen experimentiert. Umweltschadstoffe sind nicht sexy, schon weil man ihnen nicht mit lukrativen neuen Medikamenten beikommt, sondern sie aus Luft, Wasser, Nahrung usw. beseitigen müsste. Das ist unter Profitaspekten uninteressant.

Sehr nützlich ist das abschließende Kapitel, in dem aufgezählt ist, wo überall Aluminium enthalten ist und wie man es vermeiden kann. Die eine oder andere Leserin wird vermutlich schon vor Ende der Lektüre zur Lupe greifen, um das Kleingedruckte auf dem Deostift oder der Sprühdose zu entziffern, und Joghurt künftig lieber im Glas kaufen als im Kunststoffbecher mit Alu-Deckel.

Sicherlich ist einiges von dem, was Ehgartner vorbringt, umstritten. Anderes ist jedoch gut belegt, beispielsweise Demenz durch Aluminium in Medizinprodukten für die Nierendialyse. Auch wenn sich nicht jeder Alarm als begründet erweist: "To err on the side of caution", lieber zu viel als zu wenig Vorsicht, mit diesem Grundsatz fährt man stets besser.

Bert Ehgartner: Dirty little secret. Die Akte Aluminium. Ennsthaler Verlag, Steyr 2012, 293 Seiten, 24,90 Euro
 
PS: In seinem Blog
http://ehgartner.blogspot.de/ berichtet der Autor aktuell über eine Studie italienischer Mediziner, die im Ferritin (= Proteinkomplex zur Eisenspeicherung) von Alzheimer-Patienten einen überraschenden Fund gemacht haben: Aluminium. Im Blog finden sich Buchauszüge und weitere Beiträge zum Thema sowie eine Petition für ein Verbot giftiger Aluminiumverbindungen in allen Lebensbereichen. 

PPS 2016: Im International Journal of Cancer ist 2016 eine Studie von Genfer Wissenschaftlern erschienen, die die Warnungen der Kritiker unterstützt: "Aluminiumchlorid fördert Tumorentstehung und Metastasen in normalen Epithelzellen aus Mäusebrustdrüsen" (Übers. MP). 

Die "Beobachtungen weisen darauf hin, dass Aluminiumsalze Brustkrebs auslösen können" (Übers. MP). Laut Presseberichten meinen die Forscher, dass Aluminium ähnlich zu Fall kommen könnte wie Asbest - das ja auch jahrzehntelang abertonnenweise in die Umwelt gebracht wurde. 

Studie im Volltext (englisch)
 
(*) http://www.thenation.com/article/secret-history-lead
http://www.monbiot.com/2013/01/07/the-grime-behind-the-crime/

Montag, 7. Januar 2013

Süß: Veterinäre erfinden das Rad



Rechtzeitig zum Weihnachtsfest 2012 haben Veterinäre wieder einmal das Rad neu erfunden.

Diesmal waren es australische Pfizer-Mitarbeiter unter der weisen Anleitung des englischen Veterinärprofessors Michael Day.

Sie haben - Wahnsinn! Irre! Heureka! - herausgefunden,

dass Impfungen gegen Staupe, Hepatitis, Parvo und sogar Parainfluenza

- liebe Jährlich-Impfer-Tierärzte, jetzt ganz tapfer sein -

länger als ein Jahr halten. Sogar viel länger als ein Jahr!


***

Die im Dezember 2012 veröffentlichte Studie ging so: 

Es wurden Impftiter gemessen an 235 Hunden von verschiedenen Rassen und aus verschiedenen Landesteilen.

Ihre letzte Impfung gegen SHPPi lag mindestens 18 Monate und bis zu neun Jahre zurück. 

Achtung, jetzt kommt der Knaller:

Die aller-aller-allermeisten hatten SHP-Impftiter.(*)


***

Nach der Blutabnahme wurden alle Hunde erneut gegen SHPPi geimpft. Sieben bis 17 Tage später wurden ihre Titer ein zweites Mal bestimmt.

Und nun der nächste Knaller:

Nach dieser - völlig unnötigen - Nachimpfung zeigten die allermeisten eine anamnestische Immunantwort.(**) Also eine Immunreaktion, die zeigt, dass die Antigene (SHPPi) dem Immunsystem gut bekannt sind. 


***

Schnell Baldrian nehmen; wir sind so erregt von diesen Resultaten.


***


Den Medizinnobelpreis wird das Team für seine Studie nicht bekommen.

Und die Lehrbücher der Veterinärimmunologie müssen auch nicht umgeschrieben werden.

Denn das alles war schon längst bekannt.






(*) Bei Pi war der Anteil der Hunde mit einem Titer von mindestens 10 geringer, nämlich "nur" 72,6 Prozent. Das ist aber sowieso ziemlich wurscht.
(**) Wenn eine anamnestische Antwort ausblieb, kann das daran gelegen haben, dass die vorhandenen Impfantikörper das neue Impfantigen sofort geblockt haben; dann kann es nicht zur Bildung neuer Antikörper kommen. Das gestehen die Studienautoren immerhin ein.


PS: "Quellenangabe wäre nett", schreibt eine Leserin. Wir haben an anderer Stelle erklärt, warum wir die Quellen nicht nennen: um den Abschreibern/innen das Leben etwas schwerer zu machen.

Im übrigen halten wir diese Studie für einen Witz. Wir erklären es noch mal, falls es jemand nicht verstanden hat: Dass auch australische Hunde ein Immunsystem mit B- und T-Gedächtniszellen sowie langlebigen Plasmazellen besitzen, bedurfte keiner Untersuchung. Dass SHPPi-Impfstoffe internationaler Pharmahersteller auch bei australischen Hunden dauerhaften Impfschutz erzeugen, hat in der Fachwelt unseres Wissens vorher niemand bezweifelt. S. zB:
http://haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/2012/02/attacke-gegen-den-faulen-kompromiss.html

Sonntag, 6. Januar 2013

Impfbuch ersteigern, Tierschutz unterstützen

Die AG Tiere (Haan bei Düsseldorf, agtiere.de) versteigert auf Ebay ein neues, eingeschweißtes Exemplar von

"Haustiere impfen mit Verstand"

http://www.ebay.de/itm/Haustiere-impfen-mit-Verstand-Monika-Peichl-/160951065166?pt=Sach_Fachb%C3%BCcher&hash=item25796e5a4e

Der Erlös kommt der Tierschutzarbeit der AGT zugute. Das Buch ist eine Rarität, es ist vergriffen und wird nicht wieder aufgelegt.