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Samstag, 30. März 2013

Regierung will Wahrheit und Klarheit bei Haustierimpfstoffen

Aus gegebenem Anlass weisen wir darauf hin:
DIESER BEITRAG IST EIN APRILSCHERZ! (*)





Achtung, für diese Meldung gilt die Sperrfrist 1. April 2013!



Berlin (MP). Das Bundeskabinett hat in seiner letzten Sitzung vor der Osterpause eine "Initiative für Wahrheit und Klarheit bei Haustierimpfstoffen" beschlossen. Für den Nachweis der Wirksamkeit und der Schutzdauer von Impfstoffen für Katzen, Hunde, Frettchen, Kaninchen und Pferde sollen künftig deutlich strengere Standards gelten. "Einjahresimpfstoffe" sollen nur noch dann zulässig sein, wenn wissenschaftlich bewiesen ist, dass sie tatsächlich nur ein Jahr lang schützen. Experten schätzen, dass es zu einer starken Marktbereinigung kommt, weil viele Produkte an den neuen Hürden scheitern.

Nach Angaben eines Sprechers will die Initiative auch "mit unguten Zuständen in den einschlägigen nationalen und europäischen Veterinärgremien und Behörden aufräumen". Es gehe nicht an, dass Industrievertreter und industrienahe Mietmäuler "überall das Sagen haben". Die Nichtregierungsorganisation Lobby Control hat das Vorhaben der Bundesregierung bereits ausdrücklich begrüßt.

Weiter hieß es aus Regierungskreisen, die Tierhalterinnen und Tierhalter seien jahrzehntelang mit wissenschaftlich unhaltbaren Behauptungen über Wirksamkeit und Schutzdauer von Haustierimpfstoffen finanziell geschädigt worden. "Sie haben für überflüssige Jahresimpfungen und manche unwirksamen Produkte bezahlt und mussten auch noch die Kosten für die Behandlung von vermeidbaren Nebenwirkungen tragen." Als Beispiel wurde die Behandlung von Katzen mit Impfsarkomen oder von Hunden mit postvakzinaler autoimmunhämolytischer Anämie genannt: "Da geht es schnell in den vierstelligen Euro-Bereich."

Vertreter der Branche haben in einer Stellungnahme erklärt, die Bundesregierung gefährde mit ihrer Initiative "den Pharmastandort Deutschland und zahlreiche Arbeitsplätze im Impfstoffmarketing". Auch werde der erhöhte Forschungsaufwand dazu führen, dass keine Innovationen mehr auf den Markt kämen.

In Fachkreisen wird jedoch darauf hingewiesen, dass immer mehr Haustierimpfstoffe nicht in Deutschland, sondern in (östlichen) Ländern entwickelt und hergestellt würden, wo die Arbeitskosten gering, die Tierschutzstandards mangelhaft und die Kontrollen weitmaschig seien. Einer Branche mit Nettoumsatzrenditen von 30 Prozent und mehr sei zuzumuten, dass sie immunbiologische Fakten beachtet sowie die Qualität und Sicherheit ihrer Produkte verbessert. 

"In der Humanmedizin würden ja die Hühner lachen, wenn die Pharmaindustrie mit Einjahres- oder sogar Sechsmonatsimpfstoffen ankäme", sagte ein Immunologe, der nicht namentlich genannt werden will. Zudem sei hinreichend bekannt, dass die Unternehmen für Marketing und Werbung mindestens doppelt so viel ausgäben wie für Forschung. Hier sei "sicherlich noch Luft drin", um beispielsweise Langzeitstudien zur Schutzdauer zu finanzieren.  


PS: Eine weitere Sensationsmeldung gibt's hier:
http://trockenfutter-katzen.blogspot.de/2013/03/regierung-will-mehr-wahrheit-und.html

(*) Es scheint Leute zu geben, die tatsächlich glauben, die Bundesregierung kümmere sich um die skandalösen Zustände auf dem Tierimpfstoffmarkt. Das hat man davon, wenn man gegen die alte Journalistenregel verstößt, dass Leser/innen Ironie nicht verstehen - nicht mal dann, wenn 1. April drübersteht.


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