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Dienstag, 7. Mai 2013

Lepto in Berlin: Nutzen neuerer Impfstoffe sehr begrenzt




Ältere Lepto-Impfstoffe enthalten zwei Typen dieses bakteriellen Erregers: Leptospira canicola und L. icterohaemorrhagiae.

Neuere Produkte enthalten drei (can., ict., grippotyphosa) oder vier (can., ict., gripp., bratislava).

Da passt es schlecht ins Marketing für die neueren Impfstoffe, was Wissenschaftler über Leptospirose in Berlin herausgefunden haben.

Sie bestimmten bei 329 Hunden mit Lepto-Verdacht, mit welchem Erregertyp sie infiziert waren.

Am häufigsten (24 Prozent) wurde die Serovar australis gefunden (nicht in den neuen Impfstoffen enthalten).

Am zweithäufigsten (20 Prozent) die Serovar grippotyphosa (in den neuen Impfstoffen enthalten).

Am dritthäufigsten (acht Prozent) die Serovar pomona (nicht in den neuen Impfstoffen enthalten).

18 Prozent der untersuchten Hunde waren tatsächlich an Leptospirose erkrankt. Auf sie entfielen die folgenden Lepto-Typen:

28 Prozent australis

18 Prozent grippotyphosa

14 Prozent pomona


Gut möglich, dass sich in anderen Regionen ein ähnliches Bild ergeben würde, wenn man sich die Mühe machen würde. Die uns bekannten Untersuchungen zum Vorkommen von Lepto-Typen bei Hunden (je eine aus Süddeutschland und aus Norddeutschland) sind nicht gerade aktuell. 


PS: Über 80 Prozent der lepto-verdächtigen und lepto-kranken Hunde waren dagegen geimpft.

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