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Mittwoch, 19. Juni 2013

Masernpartys und Staupepartys



Seit über 15 Jahren lauern wir darauf, dass endlich mal jemand Staupepartys erfindet.

Warum?

Weil die "Masernparty" ebenso lange in Veröffentlichungen erzürnter Kleintierärzte ihren festen Platz hat.

Das geht so:

Ein Veterinär wettert in einem Tierarztblatt o. ä. über renitente Tierhalter/innen, die ihre Katzen oder Hunde nicht jährlich nachimpfen lassen. 

Und weil man ja keine Argumente für die jährliche Komplettimpfung hat, muss man die kritischen Tierhalter/innen als spinnerte Radikale verunglimpfen

Man muss sie zu Impfgegnern erklären.

Und was machen Impfgegner? Richtig: Sie veranstalten Masernpartys!(*)

Der erboste Veterinär hat zwar nicht den Schimmer eines Beweises, dass es diese Masernpartys jemals gegeben hat, aber egal, er schreibt es hin.(**)

Denn wer jährliche Komplettimpfungen verweigert, der kann von Masernpartys mental nicht weit entfernt sein. Ist doch alles das gleiche Gesocks.

***

Das ist die Stelle, an der wir uns jedesmal wundern.

Warum schreiben angesäuerte Veterinäre immer über Masernpartys?

Warum erfinden sie nicht gleich Staupepartys?




PS: Masernvirus und Staupevirus sind eng miteinander verwandt.



 

(*) Also Partys, bei denen maserninfizierte Kinder ihre Altersgenossen anstecken sollen.
(**) So zum Beispiel der emeritierte Veterinärprofessor Marian Horzinek, der es eigentlich hätte besser wissen müssen. Auch er hat - mehr als einmal - die Masernparty zitiert. Tja, wenn man sonst keine Argumente hat.

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