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Mittwoch, 24. Dezember 2014

Frohe Weihnacht und alles Gute für 2015




Eine Hamster-Weihnacht vom Feinsten (mit Musik, Zaubertrick samt Trommelwirbel und Schlittenfahren; und schreiben können sie auch, allerdings nur rückwärts). 





Dienstag, 23. Dezember 2014

Seufz. Schon wieder die Kanaren



Zu unserem Beitrag über Versican DHPPi/L3R hat uns eine Leserzuschrift erreicht, in der man uns mitteilt (nicht zum ersten Mal), dass man auf den Kanaren jährlich gegen Tollwut impfen müsse. 

Hm. Das hat mit dem Thema des Beitrags, nämlich der jährlichen Tollwutimpferei in Deutschland mit diesem "Ein-Jahres"-Impfstoff, nichts zu tun. 

Aber wir wollen nun doch unseren Senf dazu geben.  


***

Es kann schon sein, dass kanarische Behörden meinen, sie könnten sich ihre eigenen Vorschriften für die Einreise von Haustieren aus EU-Ländern (oder von sonstwo) geben. 

Die Kanarischen Inseln gehören zu Spanien und haben innerhalb der EU einen Sonderstatus, aber das gilt unseres Wissens nur für Zölle und Steuern.

Somit gibt es keinen ersichtlichen Grund, warum die EU-Vorschriften zu Reisen mit Haustieren, insbesondere zur Tollwutimpfung, auf den Kanaren nicht gelten sollten. 

Maßgebliche EU-Rechtsnorm ist die Verordnung 998/2003, die in Kürze, und zwar am 29. Dezember dieses Jahres, durch die Verordnung 576/2013 ersetzt wird. Im Kern sind die Bestimmungen dieselben wie früher, aber es ändert sich einiges beim EU-Heimtierpass (Identifikation und Impfeinträge müssen laminiert werden, usw., usf.). 

Die spanische Regierung informiert über die Vorschriften und die neue Verordnung (in Spanisch und, jeweils fettgedruckt, in Englisch) auf dieser Website: 

(Da waren wohl Fachleute am Werk, die schreiben die Bezeichnung der neuen Verordnung konsequent falsch, nämlich immer "Regulation (EC) no 576/20013". Also eine Null zu viel, die Verordnung wurde nicht im Jahr 20013, sondern im Jahr 2013 beschlossen.)

Von Ausnahmebestimmungen für die Kanaren steht da nichts. Also müssten auch auf den Kanaren die ganz normalen EU-Vorschriften gelten, genauso wie in Spanien. 

Wenn kanarische Tierärzte oder Einreisebehörden meinen, 

dass Hunde und Katzen und Frettchen, die aus anderen EU-Ländern auf die Kanaren gebracht werden oder die ständig auf den Kanaren leben, jährlich gegen Tollwut geimpft werden müssen, 

dann müsste man sie mal fragen, welche Rechtsgrundlage sie dafür vorweisen können. 

Es würde uns wundern, wenn sie eine hätten. 

Die Kanaren sind, wie andere zur EU gehörende Inseln oder Inselstaaten (Malta, Irland, UK), natürlich schon längst tollwutfrei

In der Leserzuschrift heißt es: 

"Auf den Kanaren (und die gehören zur EU) muss jährlich eine Tollwutimpfung gemacht werden, wegen der Nähe zu Afrika und den ganzen Flüchtlingen, die nach hier rüberkommen."

Das ist natürlich rassistischer Unfug. Flüchtlinge aus Afrika als Tollwutgefahr für kanarische Haustiere? Soll das heißen, dass afrikanische Flüchtlinge auf den Kanaren Hunde oder Katzen anfallen und beißen könnten? 

Wir haben jedenfalls noch nie gehört, dass afrikanische Flüchtlinge tollwutinfiziert waren, ob sie nun auf den Kanaren, in Süditalien oder auf Malta europäischen Boden betreten haben.

Und wir haben noch nie gehört, dass Tollwut von Menschen auf Hunde oder Katzen übertragen wurde. 

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Wie gesagt: Gut möglich, dass kanarische Behörden und/oder Tierärzte sich eigene Vorschriften ausgedacht haben. Ob die EU-konform sind, wäre dann aber sehr die Frage.  

Wären wir betroffen, würden wir uns an das zuständige Ministerium in Madrid wenden, vielleicht auch an die EU-Kommission und den EU-Ombudsmann (bzw. die Ombudsfrau), und um Klärung bitten. 


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Eine Leserin hat uns diesen Kommentar gesendet:

"Über manches kann man nur den Kopf schütteln ... Ich lese hier regelmäßig mit und denke, der Zeitpunkt ist gekommen, danke zu sagen. Für die Mühe, die fundierten Informationen und den gesunden Menschenverstand."

Herzlichen Dank. Ja, es schüttelt einen, wenn man liest, dass afrikanischen Flüchtlingen jetzt auch noch Tollwut (!) angehängt wird. Gibt der anonyme Verfasser der Kanaren-Zuschrift nur wieder, was jemand auf den Kanaren tatsächlich mal geäußert hat, oder glaubt er (oder sie) selbst diesen rassistischen Schwachsinn?
Weihnachtsgrüße nach Mannheim,
MP

Freitag, 19. Dezember 2014

OT: Schon gegen TTIP und Ceta unterschrieben?




Nein? Dann wird's aber Zeit. 

Beide Handelsabkommen (USA - EU und Kanada - EU) sind eine unfassbare Schurkerei zugunsten der großen Konzerne. Und nicht zuletzt sind sie auch gegen Tierschutz- und Umweltstandards gerichtet. 

Treten die Abkommen in Kraft, können die Unternehmen praktisch machen, was sie wollen. 

Weitere Info hier und hier

Mittwoch, 17. Dezember 2014

Impfstoff gegen Parodontitis beim Hund, neuer Anlauf



2005 erhielt Pfizer von der zuständigen US-Behörde eine vorläufige Zulassung für einen Hunde-Impfstoff gegen Parodontitis (Entzündung des Zahnhalteapparats). Er enthielt drei Typen des Bakteriums Porphyromonas (denticanis, gulae und salivosa). 

Von US-Tierärzten wurde das neue Produkt mit Begeisterung aufgenommen. Wie schön, noch eine Impfung mehr, und das auch noch alle sechs bis zwölf Monate. 

Auf der Website der Canine Health Foundation des Hundezüchter-Dachverbands American Kennel Club (AKC) wurde seinerzeit gejubelt, der Impfstoff sei ein sehr wertvolles Werkzeug gegen diese Erkrankung (an der 80 Prozent aller ausgewachsenen Hunde leiden sollen).  

Europa blieb das Zeug zum Glück erspart. Offenbar sind hier die Zulassungsvorschriften dann doch nicht ganz so lax wie in den USA. 

Der Jubel war verfrüht. 2011 nahm der Hersteller das Produkt vom Markt, eine Schutzwirkung gegen Parodontitis konnte nämlich ums Verrecken nicht nachgewiesen werden.
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Jetzt nimmt man einen neuen Anlauf. Statt sich für artgerechte Ernährung einzusetzen, fördert der AKC ein Projekt für einen neuen Impfstoff. Die geförderte Wissenschaftlerin will Proteine von Fusobacterium nucleatum und Porphyromonas gulae mit einem Adjuvans (Wirkverstärker) zusammenmixen und ist offenbar hoffnungsfroh, dass es diesmal klappt. Geforscht wird erst einmal mit Zellkulturen und natürlich an armen Labormäusen. 


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Im Mäuseversuch hatte damals auch Pfizer schöne Ergebnisse vorzuweisen.


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Forscher in Glasgow haben sich die Maulflora von drei gesunden, drei Gingivitis- und drei Parodontitis-Hunden genau angesehen und haben dort viel gefunden. Nämlich nicht nur bekannte Bakterienarten, sondern auch eine ganze Reihe unbekannter Spezies. 

Man weiß also gar nicht, was sich alles an Bakterien im Hundemaul tummelt.

(Und man weiß erst recht nicht, wie gute Bakterien und böse Bakterien interagieren.)

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Wetten, dass auch der zweite Anlauf ein Schuss in den Ofen wird?

©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/





Versican DHPPi usw.



Zu Versican DHPPi/L3R erreichen uns auffallend viele Anfragen. 

Möglicherweise ist diese Impfstoffkombination 

gegen D = Staupe,
H = Hepatitis
P = Parvo
Pi = Parainfluenza 
L3 = drei Lepto-Arten
R = Tollwut

in Tierarztpraxen besonders beliebt. 

Das ist beunruhigend. Denn diese Kombi wäre das allerletzte, was wir einem Hund geben ließen. 

Der Tollwutimpfstoff in Versican DHPPi/L3R ist nur für ein Jahr zugelassen

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Es ist eine Frechheit, heutzutage immer noch "Ein-Jahres"-Tollwutimpfstoffe zu verwenden. Es gibt genügend Produkte mit Zulassung für drei Jahre.  

Deutschland ist schon lange tollwutfrei, und auch für Reisen in der EU und darüber hinaus braucht man keine jährliche Tollwutimpfung. 

Tierarztpraxen, in denen jährlich gegen Tollwut nachgeimpft wird, sollte man meiden. 


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Detail am Rande: Die Lepto-Impfung wird ja gern mit dem Argument verkauft, dass sie auch dem Schutz des Menschen diene. 

Freilich wird man lange suchen müssen, um einen Fall von Lepto-Übertragung vom Hund auf den Menschen zu finden. 

Im Beipackzettel von Versican DHPPi/L3R und auch im Beipackzettel der kleineren Variante L3R steht aber in schöner Offenheit:

"Es konnte keine Reduktion der Ausscheidung der Leptospiren mit dem Urin gezeigt werden."

Mit L3 geimpfte Hunde scheiden diese Bakterien also genauso aus wie ungeimpfte Hunde. 



Sonntag, 30. November 2014

OT: Und wieder die Spendenprofis


Vor Jahresfrist haben wir uns über die Flut von dicken Spendenbriefen beklagt, diese Plage des professionalisierten Fundraisings. 

Man bekommt Plunder zugeschickt, der einen zum Spenden nötigen soll. 

Das ist dieses Jahr nicht viel anders. 

Anders war nur der Auftakt. Anfang November erhielten wir erstmals einen dicken Umschlag von dem Unternehmen, das mit den mund- und fußmalenden Künstlern seine Geschäfte macht: dem MFK Verlag. 

Natürlich haben wir nichts gegen Menschen, die sich durch Mund- und Fußmalen ihren Lebensunterhalt verdienen. 

Aber wenn sie unterstützt werden möchten, dann sollen sie bitte doch einen richtigen gemeinnützigen Verein gründen und nicht für ein Unternehmen arbeiten, das mehr als fragwürdig agiert: 


http://de.wikipedia.org/wiki/Vereinigung_der_Mund-_und_Fussmalenden_K%C3%BCnstler


Aus dem Wikipedia-Eintrag:

Die Jahreseinnahmen der VDMFK werden auf einen dreistelligen Millionenbetrag geschätzt. Nur ein Bruchteil der Einnahmen, in Deutschland ca. 250.000 Euro pro Jahr (Stand 2004), geht an die mund- und fußmalenden Künstler. Millioneneinnahmen fließen seit Jahren auf die Konten der Finanzierungsgesellschaft Allfina, die nach offizieller Darstellung eine Tochtergesellschaft der VDMFK ist (...)

Die Finanzierungsgesellschaft Allfina, die ihre Sitze in Liechtenstein und Panama hat, vergibt nicht nur an die schwerbehinderten Künstler Kredite, sondern auch an den Finanztreuhänder Herbert Batliner und Mitglieder seiner Familie. Batliner, gegen den in Deutschland wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung in Höhe von 250 Mio Euro ermittelt wurde, arbeitete bis 2013 als sogenannter „Rechtskonsulent“ für die VDMFK. Seine Bemühungen ließ sich Batliner 1993 (für die anderen Jahre liegen keine Daten vor) mit 275.000 Schweizer Franken vergüten. Mittlerweile ist Batliner im Ruhestand. Auf der Vollversammlung 2013 in Wien wurde Dr. Johannes Gasser als neuer Rechtskonsulent gewählt.

Samstag, 22. November 2014

Impfsarkome, Wissenschaft und Pharmamarketing



Die folgende Geschichte wird länglich. Aber wir müssen darüber schreiben, weil es wahrscheinlich sonst niemand tut. 

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Worum geht's? Es geht, im Kern, um Impfsarkome bei Katzen. 

Es ist schon lange bekannt, dass Impfstoffe mit Adjuvantien (Wirkverstärkern) die meisten Impfsarkome verursachen. Grund ist, dass sie eine besonders starke und dauerhafte Entzündung an der Impfstelle verursachen. Daraus kann tödlicher Krebs entstehen. 

Das betrifft fast ausschließlich die Impfstoffe gegen FeLV ("Leukose") und Tollwut. Seuche-Schnupfen-Impfstoffe sind mit einer Ausnahme alle adjuvansfrei. 

Auch gegen FeLV und Tollwut gibt es seit Jahren adjuvansfreie Impfstoffe. 

Es spricht sehr für eine Tierarztpraxis, wenn für Katzen nur solche Produkte verwendet werden. 

Hochschulveterinäre empfehlen das seit langem. 

Und immer mehr Katzenhalter/innen achten darauf, dass ihre Tiere nur adjuvansfreie Produkte erhalten. 

Wirkverstärker werden zunehmend zum Wettbewerbsnachteil.  

Dagegen muss man etwas unternehmen. 


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Im Mai dieses Jahres erschien in der Fachzeitschrift "Vaccine" eine Vergleichsstudie zu Purevax FeLV - adjuvansfrei - und Versifel FeLV - adjuvanshaltig (Kristin Stuke et al 2014).

Die Autoren sind allesamt bei Zoetis (Pfizer) tätig, dem Hersteller von Versifel.

Und so lief die Studie ab: Versuchskätzchen wurden in drei Gruppen eingeteilt. Die eine Gruppe wurde zweimal mit Versifel geimpft, die andere mit Purevax, die dritte erhielt Kochsalzlösung (ungeimpfte Kontrollgruppe). 

Drei Wochen nach der zweiten Impfung wurden alle drei Gruppen einer Belastungsinfektion mit scharfem FeL-Virus unterzogen. Per Injektion in die Bauchhöhle. Wenigstens waren die Tierchen dabei sediert.

Im Abstract der Studie (= kostenlos zugängliche Zusammenfassung) heißt es, dass Versifel FeLV besser gegen die Infektion geschützt habe als Purevax FeLV. 

Und zwar sehr viel besser: rund 90 Prozent Schutz gegen nur 20 Prozent Schutz. 

Ein Hammer, oder?

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Die Wahrheit ist: Diese Studie stinkt zum Himmel. 

Aus diesem Grund haben wir hier noch nicht darüber berichtet. 

Wenn man sie im Volltext liest, will man seinen Augen nicht trauen: Die Tierchen wurden, wie sich am Ende herausstellte, unabsichtlich mit Katzenseuche infiziert

Laut den Autoren stammt das Seuchevirus aus dem FeLV-haltigen "Inokulum", das den Kätzchen durch die Bauchdecke gespritzt wurde. Es soll also das Challenge-Material mit Seuche verunreinigt gewesen sein.


***


Im Abstract steht davon kein Wort.  

Es würde sich halt nicht gut machen, wenn schon dort klar wird, dass die Studie einen massiven Mangel aufweist.

Das mit der Seuche macht aber nix, finden die Zoetis-Autoren. Die Verunreinigung habe ja alle drei Kätzchen-Gruppen betroffen, insofern bleibe die Vergleichsstudie trotzdem gültig. 

Und das alles wurde von "Vaccine" online gestellt und gedruckt. 


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Erfreulicherweise hat die Sache jetzt ein Nachspiel. 

Drei Virusforscher aus der Schweiz, den USA und Großbritannien haben die Studie scharf angegriffen (Hofmann-Lehmann, Levy, Willett: Letter to the Editor, Vaccine, online 15. November 2014). 

Wenn die Tiere mit Seuchevirus infiziert worden seien, würden die Ergebnisse fragwürdig, und der Titel der Studie werde irreführend, so ihre Kritik. 

Parvoviren wie der Katzenseuche-Erreger seien hochgradig immunsuppressiv (schwächen die Abwehr), und eine Produktstudie könne unter solchen Umständen nicht als valide (wissenschaftlich aussagekräftig) betrachtet werden.  

Die Kritiker werfen zudem die Frage auf, ob das Parvovirus wirklich aus dem Challenge-Material stammte. Es kämen auch andere Quellen in Betracht (verseuchte Käfige, verseuchtes Spielzeug, Tierpfleger als Seuchevirusüberträger von einer Gruppe zur anderen, usw.). 

Weitere Kritikpunkte: keine Angaben über die genetische Verwandtschaft des Challenge-Virus zu den Impfviren beider Produkte; die Versuchskätzchen wurden, ohne Erläuterung, prophylaktisch gegen Kokzidose behandelt; männliche Kätzchen wurden zur Halbzeit des Experiments kastriert, erlitten also physischen Stress, der das Immunsystem beeinflusst; keine Angaben darüber, wie die kastrierten Katerchen auf die drei Gruppen verteilt waren.  

Lustig wird's bei den formalen Schlampereien in der Studie: Da werden laut den Kritikern für bestimmte Methoden zum Aufspüren von Virus im Knochenmark zwei alte Quellen angegeben, in denen darüber noch gar nichts stehen konnte. Virus-PCR-Ergebnisse aus dem Knochenmark seien zudem keine etablierten Parameter für latente FeLV-Infektion. Und FeLV werde in der Studie zu den Lentiviren gezählt, es gehöre aber zu den Retroviridae.

***


Solche Fehler, schreiben die Kritiker, würden sie in einem Journal wie "Vaccine" nicht erwarten.  

Na ja. 

"Vaccine" hat sicherlich in der Mainstream-Impfforschung einen guten Ruf. Aber Impfstoffe für Haustiere sind nicht gerade sein thematischer Schwerpunkt.  

Es ist merkwürdig, dass das Journal diese Produktstudie überhaupt publiziert hat.


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Wie gelangt eine Studie in ein Journal? 

Forscher schreiben ihre Daten zusammen, reichen das Paper beim Journal ein, und ein Redakteur entscheidet, ob es thematisch passt und den eigenen Ansprüchen genügt. 

Wenn ja, wird es an (für die Studienautoren anonyme) Gutachter verschickt, die sich auf dem Gebiet auskennen (Peer Review). Die Peers prüfen die Methodik, die Ergebnisse und deren wissenschaftliche Einordnung, und zwar gründlich, gewissenhaft und streng. 

Das ist die Theorie. 

In der Praxis bleiben methodische Fouls und schöngerechnete Resultate häufig unbeanstandet, Schlampereien sowieso. 

Nur wenn es arg kommt und die Daten einfach erfunden waren, wird ein publiziertes Paper auch mal zurückgezogen. 

Im wirklichen Leben wirken bei der Entscheidung, was in ein renommiertes Journal gelangt, ziemlich wissenschaftsferne Motive mit. Erst recht und vor allem bei Pharmastudien

Die führenden Wissenschaftsverlage, ohnehin extrem profitabel, verdienen sich gern noch etwas dazu mit Sonderdrucken. Die verteilen die Arzneihersteller dann bei den Ärzten. 

Vorteilhaft für beide Seiten. 

Nur nicht für die Patienten, ob Mensch oder Tier. 


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Und für so einen Dreck mussten Kätzchen sterben


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Samstag, 15. November 2014

Seufz



Bitte NICHT als Mitglied anmelden.

Fürs Mitlesen ist die Mitgliedschaft nicht erforderlich. 






Mittwoch, 5. November 2014

OT: Schön warm und abscheulich





Wenn es etwas gibt, was der Mensch garantiert nicht braucht, dann sind das Jacken oder Mäntel mit Daunenfüllung

Am besten noch mit echtem Pelz an der Kapuze, da kann man gleich doppelt zeigen, dass einem das Tierelend völlig am A**** vorbeigeht

Als ob es keine anderen Materialien gäbe, aus denen man warme Kleidung machen kann. 

Wie den Gänsen die Federn bei lebendigem Leib rausgerissen werden, interessiert ja nicht.


PS: Mittlerweile wird Pelzbesatz an Kapuzen usw. als Kunstfell ausgegeben. Kunstfell ist teurer, da nimmt man lieber das billige Fell von gequälten Tieren. S. a. Link oben. 



Samstag, 1. November 2014

Der böse Osten




Ein Hund (Kleinhundrasse) bekommt kurz nach seiner "Jahresimpfung" (Volldröhnung) Schmerzen, erbricht, hat Durchfall und hohes Fieber. Die Hundehalterin fragt in einem Forum nach Erklärungen. 

Die bekommt sie dort nicht, obwohl einer der Teilnehmer dort nach eigenen Angaben Tierarzt ist. 

Als Tierarzt sollte man wissen, 

- dass Schmerzen und Fieber Impfreaktionen sein können,

- dass Durchfall und Erbrechen eine allergische Reaktion auf Impfungen sein können (Überempfindlichkeitsreaktion Typ I). 

Das steht in jedem vernünftigen Lehrbuch, zB in dem Standardwerk von Craig Greene, und auch in den US-Hundeimpfrichtlinien. 

In der deutschen "Leitlinie" steht es selbstverständlich NICHT. Denn eher geht ein Kamel durch ein Nadelöhr, als dass deutsche Tierärzte zugeben, dass es Impfnebenwirkungen gibt.


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Wenn ein Hund direkt nach einer Impfung typische Impfnebenwirkungen zeigt, dann ist der Verdacht begründet, dass es an der Impfung lag

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Dieser kleine Hund bekam jährlich seine Volldröhnung. Leichte/kleine Hunde haben ein dreifach erhöhtes Risiko für Impfnebenwirkungen (Moore 2005). 

Das geht den vielen Tierärzten, die immer noch jährlich volldröhnen, völlig am Allerwertesten vorbei. Auf die Impf-"Leitlinie" mit dreijährlichen Nachimpfungen (genauso unbegründet wie die jährliche Impferei) wird sowieso ge-, äh, -pfiffen. 

***

Die Hundehalterin berichtet weiter, was sie mit einem zweiten Tierarzt besprochen hat, nämlich:

dass vielleicht eine zu hohe Dosis verabreicht wurde 

- oder dass der Impfstoff, weil aus Tschechien, wohl "billig" war 

- oder dass der Impfstoff verunreinigt gewesen sein könnte

- oder dass eventuell die Kühlkette unterbrochen wurde. 


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Aha, mal wieder der böse Osten


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Überdosierung? Eine überhöhte Dosis ist höchst unwahrscheinlich, weil diese Kombi vordosiert ist ("Ein-Dosis-Durchstechflaschen").  

"Billig", "verunreinigt", "unterbrochene Kühlkette"? Alle Tierimpfstoffe in Europa unterliegen denselben Vorschriften für Herstellung und Prüfung ("Good Manufacturing Practice"). Da ist es wurscht, ob sie in Tschechien, Deutschland oder Irland hergestellt werden. Und Kühlketten können auch dann unterbrochen werden, wenn das Produkt nicht aus dem Ausland, sondern aus hiesiger Produktion stammt. 


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Wenn ein Tierarzt wirklich glaubt, ein Impfstoff sei verunreinigt oder verdorben, dann sollte er das schleunigst beim PEI melden - damit nicht noch mehr Tiere zu Schaden kommen. 

Wetten, dass er das nicht gemacht hat?


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Aber hier geht es sowieso nicht um Qualitätsmängel. Hier geht es um Verdrängung. Nämlich Verdrängung von Nebenwirkungen. 


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Montag, 13. Oktober 2014

Impfschema geändert - jetzt auch bei Rabisin




Erst wurde bei Eurican LT (Zweierkombi Lepto-Tollwut) die Gültigkeit der Tollwutkomponente von drei Jahren auf ein Jahr verringert.

Jetzt kommt Hersteller Merial mit einem neuen Impfschema für sein Produkt Rabisin (Tollwut-Einzelimpfstoff für Katzen, Hunde, Frettchen). 

Bis Juni 2014 lautete das Impfschema: eine Impfung im Alter von mindestens 12 Wochen, danach bei Katzen und Hunden gültig für drei Jahre. 

Seit Juni 2014 lautet es: eine Impfung im Alter von mindestens 12 Wochen, eine zweite Impfung ein Jahr danach, erst dann für drei Jahre gültig (Katzen und Hunde). 

An der Zusammensetzung hat sich, soweit aus der Gebrauchsinformation ersichtlich, auch bei Rabisin gar nichts geändert: der gleiche Impfvirusstamm in der gleichen Antigenmenge, die gleiche Menge Aluminiumadjuvans. 



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Noch gibt es am deutschen Markt zwei Tollwut-Einzelimpfstoffe, bei denen der Eintrag für drei Jahre gleich nach der ersten Impfung zulässig ist: Enduracell T (*) und Nobivac T. 

Wer weiß, wie lange noch. Vielleicht kommen auch Zoetis und Intervet/MSD auf die Idee, ihre Produkte neu zu etikettieren.


(*) Enduracall T ist bei Katzen für vier Jahre zugelassen. Katzenhalter/innen sollten aber das adjuvansfreie Produkt Purevax Rabies vorziehen (falls eine Tollwutimpfung überhaupt sinnvoll ist). 

Nachtrag: Eine Leserin fragt, ob das auch für Österreich gilt. 
Antwort: Der Beipackzettel ist, soweit ersichtlich, für Deutschland und Österreich derselbe. Vertrieben wird Rabisin in Österreich von der Richter Pharma AG in Wels. Anrufen und fragen. 
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Impfseminar mit Mo Peichl Nähe Limburg/Lahn



Impfseminar mit Mo Peichl am 18. Oktober


Ort: Limburg (Lahn) - Offheim

Zeit: 14 bis 18 Uhr


Ein paar Restplätze sind noch verfügbar. 

Weitere Info hier


Samstag, 11. Oktober 2014

Streicheln verhütet Katzenschnupfen




Erkrankungen der oberen Atemwege sind bei Katzen oftmals stressbedingt und daher in Tierheimen keine Seltenheit. 

Forscherinnen haben in Vancouver (Kanada) untersucht, wie sich freundliche Zuwendung auf die Gesundheit frisch eingelieferter Katzen im Tierheim auswirkt. 

Als ängstlich eingestufte Katzen wurden täglich viermal für je zehn Minuten von einer Person aufgesucht, die sanft mit ihnen redete und sie an Kopf und Hals streichelte. War ein Tier zu defensiv, wurde es mittels einer Teleskopstange durch das Käfiggitter hindurch gestreichelt. Eine Kontrollgruppe von ängstlichen Katzen erhielt diese Zuwendung nicht. 

Ergebnis: Die gestreichelten Katzen schieden weniger Erreger aus und wiesen mehr IgA auf (Antikörper in Schleimhäuten, wichtig für die Abwehr von Atemwegsinfekten). Die nicht gestreichelten Katzen hatten ein fast zweieinhalbmal höheres Risiko für eine Atemwegserkrankung als die gestreichelten. Sämtliche Katzen waren bei der Aufnahme gegen Seuche und Katzenschnupfen (Herpes und Calici) geimpft worden. 


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Montag, 22. September 2014

Ein aufschlussreicher Beipackzettel




Aufgeklärte Hundehalter/innen wissen: Borreliose-Impfstoffe für Hunde sind mit allergrößter Skepsis zu betrachten. (Zurückhaltend formuliert.)


Nach Angaben des Borreliose-Experten Prof. em. Roland Friedrich entwickeln weniger als 0,1 Prozent der borrelien-infizierten Hunde Krankheitssymptome. (*) Infektion ist nicht gleichbedeutend mit Erkrankung. Borreliose wird krass überdiagnostiziert. 

Es gibt weltweit keinen einzigen Borreliose-Impfstoff für Menschen. Wieso gibt es dann welche für Hunde?

Die Borreliose-Impfstoffe für Hunde sind Ganzkeim-Bakterine und damit schlecht verträglich. Aus diesem Grund hat es auch nie einen Ganzkeim-Borreliose-Impfstoff für Menschen gegeben. 


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Lange Zeit wurde in Deutschland (und anderen Ländern Europas) ein Impfstoff verkauft, der die seltenste der hier relevanten Borrelien-Arten enthielt (Borrelia burgdorferi sensu stricto). 

Vor ein paar Jahren wurde ein Impfstoff auf den Markt gebracht, der zwei andere, viel häufiger auftretende Borrelien-Arten enthält. 

Merial, Hersteller des ersten Produkts, argumentierte damals, es sei nur für B. b. sensu stricto nachgewiesen, dass Hunde dadurch erkranken können. 


***

Diese Position scheint Merial nicht mehr zu vertreten. Mittlerweile vermarktet das Unternehmen einen Impfstoff, der drei Borrelien-Arten enthält (Merilym 3). 

***

Ein Tierarzt verkündet hocherfreut im Web, dieses neue Produkt biete einen ganz hervorragenden Impfschutz gegen "alle drei Stämme". 

(Hüstel, hüstel. Um Borrelien-Stämme geht es hier nicht, sondern um Borrelien-Spezies.)


Sehen wir mal in die Produktinformation. Was steht da drin über die Wirksamkeit des Impfstoffs? 

Das hier:

"Die Wirksamkeit des Impfstoffs gegen eine Infektion, die zu einer klinischen Erkrankung führt, wurde nicht untersucht."

Wir stutzen kurz, aber dann leuchtet uns die Sache ein. Denn es ist so: 

Weil Hunde praktisch nie an Borreliose erkranken, ist es schwierig bis unmöglich nachzuweisen, dass geimpfte Hunde gegen die Erkrankung geschützt sind


***

Schön ist auch, was im Beipackzettel zum Impfschema steht. Es wird empfohlen, jährlich nachzuimpfen, und dann heißt es wörtlich: "obwohl dieses Impfschema nicht untersucht wurde" . 
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Tierimpfstoffhersteller müsste man sein. 



(*) Unter Wissenschaftlern wird auch die Auffassung vertreten, es sei nie abschließend nachgewiesen worden, dass Hunde überhaupt an Borreliose erkranken. 


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Mittwoch, 3. September 2014

Lepto-Übertragung vom Hund auf den Menschen



Leptospirose ist eine Zoonose, das heißt, diese Bakterien können durch infizierte Tiere auf Menschen übertragen werden. 

Schweizer Forscher haben das bei Veterinären der Uni Bern, deren Mitarbeitern und den Besitzern leptokranker Hunde untersucht. Je 26 Hunde wurden 2007 und 2008 in die Studie (veröffentlicht 2011) einbezogen. 

Alle 91 untersuchten Kontaktpersonen waren seronegativ: Es ließen sich bei ihnen keine Lepto-Antikörper finden, sie hatten sich also nicht angesteckt. Das galt nicht nur für die Tierärzte und sonstigen Mitarbeiter der Unitierklinik mit ihrer professionellen Hygiene, sondern auch für die Besitzer, die mit den nötigen Hygienemaßnahmen nicht vertraut waren und mit ihren Tieren zu Hause wie immer umgingen, einige hatten sogar intensiveren Kontakt als sonst. 

Schlussfolgerung der Autoren: Lepto-Antikörper sind bei veterinärmedizinischem Personal und bei Tierhaltern, die mit akut lepto-kranken Hunden in Kontakt kommen, "selten". Dennoch bleibe ein Risiko, das schwere Folgen für die Gesundheit berge. 


Interessant waren die Lepto-Typen, die bei den Hunden gefunden wurden. In absteigender Häufigkeit waren es:
bratislava
australis
grippotyphosa
pomona
autumnalis
icterohaemorrhagiae
tarassovi
canicola

Die Lepto-Serovaren bratislava und grippotyphosa sind in den neueren Impfstoffen enthalten, australis, pomona, autumnalis und tarassovi nicht, ict. und canicola waren in den 2007 und 2008 verfügbaren Impfstoffen enthalten. Zum Impfstatus der erkrankten Hunde gab es, wie so oft in solchen Studien, keine Angaben. 


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Samstag, 30. August 2014

Der Impfpass des Grauens



Ist es Kaltschnäuzigkeit oder Ignoranz?  







Diese Katze wurde von 2010 bis einschließlich 2014 JEDES JAHR gegen Tollwut geimpft. Mit einem Impfstoff, der seit 2006 für drei Jahre zugelassen ist (Nobivac T, die leuchtend blauen Einkleber). 


Außerdem bekam sie jedes Jahr einen Seuche-Schnupfen-Shot und den sinnlosen FIP-Impfstoff

Und natürlich wurde sie jedes Jahr gegen FeLV ("Leukose") geimpft. Ab 2012 mit einem FeLV-Impfstoff, der seit 2011 als Dreijahresprodukt vermarktet wird.



Es besteht immerhin die Hoffnung, dass dieses skandalöse Programm nicht mehr fortgesetzt wird. Weil die Katzenhalterin sich jetzt informiert hat. 

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Donnerstag, 28. August 2014

WDR-Radio: Kritischer Impf-Bericht Nummer 2





Der zweite - und längere - WDR-Radio-Bericht zur Haustierimpferei läuft HEUTE, Donnerstag, ca 11:45/11:50 Uhr. 

(In der Rubrik "Service Geld", vielleicht gar nicht so unpassend.)


Die Sendung kann man auch im Internet anhören.


Ein Infoblatt dazu gibt's hier

Es soll ungekürzt sein (anders als das Infoblatt zum ersten Bericht in der vorigen Woche). 

Dienstag, 26. August 2014

Lepto in Zahlen




Die Leptospirose erfreut sich bei Herstellern und einigen Tierärzten großer Beliebtheit: Man kann so schön damit Angst machen. Die Impfung schützt - wenn überhaupt - nach herrschender Meinung höchstens ein Jahr, da klingelt die Kasse. 

Lepto ist eine meldepflichtige Tierkrankheit.(*) Und soll wegen der oft angeprangerten Impfmüdigkeit der Tierhalter/innen immer häufiger werden. Oder etwa nicht?

Für Intervet/MSD Tiergesundheit ist die Sache klar: "In den letzten Jahren" sei die Zahl der Lepto-Infektionen bei Mensch und Tier "gestiegen", heißt es auf der Lepto-Marketing-Website des Impfstoffherstellers. 

Sehen wir mal die amtlichen Zahlen an. Im "Tiergesundheitsbericht" des Friedrich-Löffler-Instituts für 2012 (aktuellste Daten) sind auf Seite 25 in der Tabelle 13 Lepto-Fälle bei Hunden aufgeführt. 

Im Textteil sind's übrigens auf einmal 15 Fälle (S. 72).

Und jetzt machen wir den Zehnjahresvergleich (amtliche Zahlen 2001/2002 bis 2012; Quelle: Tiergesundheitsberichte des FLI)

2012: 13 Lepto-Fälle bei Hunden (oder vielleicht 15, s. o.)
2011: 18
2010: 3
2009: 8
2008: 2
2007: 4
2006: 3
2005: 18
2004: 25
2003: 22
2001/2002: 14


Was kann man aus diesen schwankenden Fallzahlen ablesen? Eine steigende Tendenz jedenfalls nicht. Die Zahl der gemeldeten Lepto-Fälle bei Hunden ist in diesem Zehnjahreszeitraum mal gesunken, mal gestiegen

Furchtbar hoch sind die Zahlen nie. Warum nicht? Melden die Tierärzte ihre Lepto-Fälle nicht, obwohl sie sie für meldepflichtig halten(*) und angeblich immer mehr Hunde erkranken? Oder ist Lepto doch nicht die große Gefahr, die ständig heraufbeschworen wird? Trotz der beklagten Impfmüdigkeit? Es ist ein Rätsel.


PS: Und selbstverständlich gibt es überhaupt keine Angaben zum Impfstatus der Hunde mit Lepto. In einer bayerischen Lepto-Studie waren 60 Prozent der an Lepto erkrankten Hunde regelmäßig dagegen geimpft. 


(*) Nachtrag

Ist Lepto beim Hund überhaupt meldepflichtig? Antwort: Die einen sagen so, die anderen so. 

1. Laut der entsprechenden Verordnung (Verordnung über meldepflichtige Tierkrankheiten, TKrMeldPflV 1983, zuletzt geändert 2014) ist Lepto nur bei Schafen und Schweinen meldepflichtig. 

2. Das Friedrich-Löffler-Institut (Bundesforschungsinstitut und Bundesoberbehörde des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft, BMEL) veröffentlicht regelmäßig Zahlen zur Hunde-Leptospirose (und zu Lepto bei Rindern). Warum? Nur weil in der Tabelle der meldepflichtigen Tierkrankheiten entsprechende Spalten vorgesehen sind? Die Behörde könnte ja in die Spalten für Hunde (und Rinder) genauso gut "n. m." (nicht meldepflichtig) schreiben und auf die Erfassung dieser Zahlen verzichten. 

3. Auf der Website des BMEL ist die Leptospirose als meldepflichtige Tierkrankheit gelistet, ohne Einschränkung auf die zwei Tierarten, die in der Verordnung genannt sind. 

4. Auf der Website leptospirose-hund.de des Impfstoffherstellers MSD Tiergesundheit  steht zu lesen (Startseite): "Sie ist bei Mensch und Hund meldepflichtig."

5. Auf der Website webvet.de (der Betreiber ist, soweit ersichtlich, ein Tierarzt) steht zu lesen: "Die Leptospirose des Hundes ist meldepflichtig."

Aus all dem ist der Schluss zu ziehen, dass Lepto beim Hund laut TKrMeldPflV nicht meldepflichtig sein mag, dass sie aber von Tierärzten und Impfstoffherstellern als meldepflichtig betrachtet wird. Und ganz eindeutig sieht es das FLI als seine Aufgabe, die Zahlen zu sammeln und in der Tabelle der meldepflichtigen Tierkrankheiten zu veröffentlichen.

Zahlen, die wahrlich keinen bedrohlichen Anstieg erkennen lassen. 


©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/




Sonntag, 17. August 2014

Diese Woche im WDR-Radio: Berichte zur Überimpferei



Am Freitag, 22. August, bringt der WDR-Rundfunk - WDR 2 - voraussichtlich zwischen 10 und 14 Uhr einen kritischen Bericht zur Haustierimpferei. Ein weiterer Beitrag ist für WDR 5 in der nächsten Woche geplant, Angaben zur Sendezeit liegen noch nicht vor. Einen Text zum Nachlesen wird es auch geben, und zwar hier. 

Freitag, 8. August 2014

Weltkatzentag 2014






Katze Pepi, 1981 bis 1995. Todesursache: Impfsarkom = iatrogener, dh durch Tierärzte verursachter Krebs. Foto: MP

Donnerstag, 17. Juli 2014

Ratten und Tollwut



Weil diese Frage immer wieder kommt: 


Nein, Ratten (und andere Nager) sind KEINE Tollwutüberträger. 


Nachzulesen u. a. hier:

Tollwut-Info des Robert-Koch-Instituts

(Seite 5 des PDFs)




Sonntag, 13. Juli 2014

OT: Suchmaschine benutzen, Tierschutz unterstützen



Die Organisation "Ärzte gegen Tierversuche" weist darauf hin, dass man sie durch Benutzung der Suchmaschine benefind.de finanziell unterstützen kann.  

http://www.benefind.de/?org=471

Eine gute Sache. 

Samstag, 5. Juli 2014

Unverschämt



Erst hat Zoetis (Ex-Pfizer) einen Dreifach-Leptoimpfstoff (als Bestandteil einer Volldröhnungskombi oder zusammen mit Tollwutimpfstoff) auf den deutschen Markt gebracht, 

dann kam Intervet/MSD mit einem Vierfach-Produkt (separat erhältlich, also ohne SHP usw.)

jetzt zieht Zoetis erwartungsgemäß mit einem Vierfach-Leptoimpfstoff nach

Kürzlich sind Versican Plus DHPPi/4L und Versican Plus DHPPi/4LR von der europäischen Behörde Ema zugelassen worden. 

Außer ict., can. und grippotyphosa enthält Versican nun auch die Lepto-Art bratislava. 


Lepto-Ganzkeimimpfstoffe (ob zweifach, dreifach oder vierfach) sind weder besonders bekömmlich noch zuverlässig, wie in Forschungsarbeiten zu Humanimpfstoffen gegen Leptospirose immer wieder betont wird



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Dieses Produkt wäre das allerletzte, das wir einem Hund geben ließen. 


Die Nachimpf-Vorschrift für Versican DHPPi/4LR laut Beipackzettel: JÄHRLICH. 



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Es ist eine Unverschämtheit, dass Pharmaunternehmen immer noch derartige Produkte auf den Markt bringen. 

Es ist eine noch größere Unverschämtheit, dass solche Produkte immer noch von Zulassungsbehörden amtlich abgesegnet werden. 


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Wie vertrauenswürdig sind Tierarztpraxen, in denen Hunde JÄHRLICH gegen Staupe, Hepatitis, Parvo und Tollwut geimpft werden?



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Ja, ist schon klar: Hier geht es nicht um Tiergesundheit, sondern um etwas Höheres: um Profit.