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Mittwoch, 29. Januar 2014

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Dienstag, 21. Januar 2014

Tollwut in Deutschland, drittes Quartal 2013




Im dritten Quartal 2013 wurden in Deutschland vier Fälle von Tollwut verzeichnet:

- drei Fälle bei Fledermäusen

- null Fälle bei sonstigen Wildtieren 

- ein Fall von importierter Tollwut bei einem Hund, der illegal (*) aus Marokko mitgebracht wurde (nahe Bamberg)



Das ergibt von Januar bis einschließlich September 2013 insgesamt neun Fälle (acht davon bei Fledermäusen). 

An Deutschlands Status tollwutfrei hat sich durch den Importfall nichts geändert. 



Die amtlichen Daten werden immer mit erheblicher Verzögerung veröffentlicht. 


(*) Der Hund war zwar gegen Tollwut geimpft worden, es unterblieb jedoch die für die Einreise aus Marokko in EU-Länder vorgeschriebene Impftitermessung, vor allem aber wurde die vorgeschriebene Wartezeit von drei Monaten bis zur Einreise nicht eingehalten.

Dienstag, 14. Januar 2014

Pferde und Tetanus



In der Pferde-Zeitschrift "Cavallo" hat sich Professor Peter Thein zur Tetanusimpferei bei Pferden geäußert: Es werde zu früh geimpft und zu oft nachgeimpft

Bei Pferden wirke die Tetanusimpfung genauso lange wie beim Menschen, "also acht bis 15 Jahre". *

In neuen Untersuchungen habe sich ergeben, dass bei Fohlen schützende maternale Antikörper (Antikörper von der Mutter) bis in den achten Monat hinein nachweisbar seien. Dann erst sollten Fohlen geimpft werden, und zwar zweimal innerhalb von acht Wochen und noch einmal nach einem Jahr. 

Generell gelte es, unnötige Auffrischungen zu vermeiden. Besonders abzuraten sei von halbjährlichen Nachimpfungen mit Influenza-Tetanus-Kombis. Überprüfen lasse sich der Schutz durch einen einfachen Antikörpertest. 



***

Schön. 

Dass der Tetanusschutz bei Pferden nicht nach 365 oder 730 Tagen abbricht, war schon lange klar **, und auch Thein sagt das nicht zum ersten Mal (s. a. "Haustiere impfen mit Verstand", S. 93).

Doch wie ist es überhaupt dazu gekommen, dass so viele Impfstoffe für Pferde (und Katzen, Hunde usw.) als "Einjahres"- oder "Zweijahres"-Produkte zugelassen sind?

Antwort: Weil die Pharma-Industrie die Zulassungsvorschriften für ihre Produkte praktisch selbst bestimmt. 

Das ist ein seit Jahrzehnten andauernder Skandal

Die Tierhalter/innen werden finanziell geschröpft, viele Tiere werden durch die Überimpferei geschädigt, und die Behörden, ob europäisch oder national, spielen dabei eifrig mit.  


Nachtrag 2016: 

Die Stiko Vet hat eine halbherzige Stellungnahme zu verlängerten Tetanus-Impfabständen veröffentlicht. U. a. werden Haftungsprobleme angeführt und Schwierigkeiten geltend gemacht, bei verlängerten Abständen das übliche Impfprogramm einzuhalten. Sie finden halt gar nichts daran zu kritisieren, dass so seltsame Kombis wie Tetanus und Influenza am Markt sind. Immerhin wird darauf hingewiesen, dass man auch einen Titer-Schnelltest machen kann. 




(*) In Deutschland sollen sich Menschen alle zehn Jahre gegen Tetanus nachimpfen lassen. Anderswo hält man von so häufigen Auffrischungen nichts, etwa in Schweden oder Großbritannien. Britische Bürger werden als Kinder und Jugendliche insgesamt fünfmal gegen Tetanus geimpft, danach wird nicht mehr aufgefrischt. Eine Nachimpfung Erwachsener wird nur für Reisen in Länder mit schlechter medizinischer Versorgung empfohlen. 

(**) Bekannt ist das seit Ende der 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. 

PS: Mit herzlichem Dank an Kristin T. 


©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/

Montag, 13. Januar 2014

FeLV ("Leukose") in der Schweiz praktisch verschwunden



Die feline Leukämievirusinfektion (FeLV, "Leukose") ist nach Informationen von Professor Ron Schultz in der Schweiz praktisch ausgerottet. Der weltweit renommierte US-Experte für Haustierimpfungen erwähnte voriges Jahr in einem Interview, dies hätten ihm Schweizer Kollegen berichtet. 

Wetten, dass die Schweizer Katzenhalter/innen trotzdem immer noch zu FeLV-Nachimpfungen gedrängt werden?







PS: Mag sein, dass die Impfstoffe gegen FeLV zum Verschwinden des Erregers beigetragen haben. Manche Fachleute sind aber der Meinung, dass vor allem die Tests entscheidend sind. Damit werden Virusausscheider erkannt, die dann von anderen Katzen ferngehalten werden können. In Deutschland kommt FeLV unseres Wissens noch immer vor, aber auch hier sind die Infektionsraten in den letzten 15 Jahren deutlich gesunken. 

PPS: Die meisten FeLV-Impfstoffe enthalten sehr starke Adjuvantien > Impfsarkom-Risiko! Wenn Impfung gegen FeLV, dann nur mit dem adjuvansfreien Produkt. Und nur Grundimmunisierung, also zwei Impfungen. Der Nutzen von FeLV-Nachimpfungen ist nicht erwiesen, weil ausgewachsene Katzen eine gute körpereigene Abwehr gegen den Erreger haben, die durch die Impfung nicht erhöht wird.