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Donnerstag, 24. April 2014

OT: Gegen das grausame Stopfen von Enten und Gänsen



Immer noch gibt es Leute, die Fettlebern von Enten und Gänsen fressen. Und immer noch werden Enten und Gänse in Europa qualvoll gestopft, damit gefühllose Idioten Fettlebern fressen können. 

Wem Tierelend nicht egal ist, der sollte hier unterschreiben: 

https://albert-schweitzer-stiftung.de/helfen/petitionen/stoppt-das-stopfen


Mittwoch, 16. April 2014

Tollwut in Rheinhessen?





"Ein Fuchs in Rheinhessen ist laut Polizei möglicherweise an Tollwut erkrankt", meldete die Nachrichtenagentur dpa vor zwei Tagen. Der Fuchs soll kein Fluchtverhalten gezeigt haben. Viele regionale Medien übernahmen die Meldung.

Vielleicht sollte sich die Polizei mit Tollwut-Vermutungen zurückhalten und erst einmal die zuständige Veterinärbehörde oder den Förster fragen, statt Angst und Schrecken zu verbreiten.

Der Kreisveterinär von Alzey-Worms jedenfalls hält Tollwut in Rheinhessen für "völlig ausgeschlossen", wie der SWR nun berichtet hat. Im vergangenen Jahr seien fast 400 Füchse auf Tollwut getestet worden, alle negativ. Und das Forstamt in Alzey meint, viele Füchse hätten inzwischen keine Scheu mehr vor Menschen, mangelnde Scheu sei "kein Zeichen für Tollwut". 



Mittwoch, 9. April 2014

WSAVA-Empfehlungen und praktische Tierärzte



Die Empfehlungen des Weltverbands der Kleintierärzte (WSAVA) zur Welpenimpfung stoßen bei Tierärzten auf wenig Gegenliebe. 

Einer schrieb ganz erbost, sie seien "falsch", außerdem müsse er sich an die Empfehlungen seines Verbandes halten. 

(Also dreijährliche Nachimpferei gegen Staupe-Hepatitis-Parvo statt des immunologisch begründeten Geimpft-ist-geimpft-Konzepts der WSAVA.)

Das muss er natürlich nicht. Die "Leitlinie" der Ständigen Impfkommission Vet ist eine von einem Berufsverband (nämlich dem BPT) organisierte Empfehlung, und niemand braucht sich an das zu halten, was ein freier Berufsverband empfiehlt, also ein Verein, dem man beitreten kann oder auch nicht. Selbst als Mitglied braucht man sich nicht daran zu halten. Wo kämen wir hin, wenn ein wirtschaftlich ausgerichteter Verband Ärzten vorschreiben könnte, wie sie ihre Medizin ausüben?

Die WSAVA wiederum ist nicht irgendein dahergelaufener Verein, sondern ein internationaler Dachverband von berufsständischen sowie wissenschaftlichen Fachorganisationen. Deutsches Mitglied ist die Deutsche Gesellschaft für Kleintiermedizin (GSAVA, German Small Animal Veterinary Association), eine Fachgruppe der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG). 

Die DVG ist natürlich auch nicht das Gelbe vom Ei, sie weist vielfältige finanzielle Verflechtungen mit Unternehmen der Pharma- und Futterbranche etc. auf. Aber etwas mehr als ein Verein zur Verfolgung wirtschaftlicher Interessen ist sie schon. 

Wie auch immer: Die Tatsache, dass Viruslebendimpfstoffe auch bei Hunden (oder Katzen) einen lebenslangen Schutz bewirken, ist so manchem Tierarzt zu unangenehm, und so wehrt man sich mit Händen und Füßen und den fadenscheinigsten Ausreden gegen die immunologischen Fakten. 

Warum eigentlich? 

Die Antwort haben wir bei dem US-Schriftsteller Sinclair Lewis (1885 bis 1951) gefunden:


"Es ist schwer, einen Menschen dazu zu bringen,
etwas zu verstehen,
wenn sein Einkommen davon abhängt,
es nicht zu verstehen."







Samstag, 5. April 2014

Aufklärung über Impfrisiken: nix, null, nada



Müssen Tierärzte die Patientenbesitzer/innen über Impfrisiken aufklären?


Die Rechtsprechung meint: nein. 

"Die Verpflichtung, überhaupt eine Aufklärung zu leisten, hängt für den Tierarzt in erster Linie davon ab, wie risikobehaftet der Eingriff ist", schreibt der Jurist Kai Bernmann. 

Da haben wir den Kern des Problems.

Denn nach Meinung der allermeisten Tierärzte sind Impfungen so harmlos wie Leckerlis für Hund, Katze, Frettchen oder Kaninchen.



***


Das zeigen ja auch die Statistiken des Paul-Ehrlich-Instituts, nicht wahr? Millionen Kleintier-Impfungen jedes Jahr, aber nur eine Handvoll Meldungen über Nebenwirkungen. 

Für diese schönen Zahlen sorgen die Tierärzte selbst, indem sie Impfnebenwirkungen nicht melden

Erst recht keine Impfsarkome. Die scheint es in Deutschland sowieso praktisch nicht zu geben. 2012: ganze zwei Impfsarkome gemeldet

Seltsam nur, dass jedes Jahr Tausende Impfsarkom-Katzen operiert werden. 

Wenn eine Operation überhaupt noch möglich ist. 

Manchmal ist es dafür zu spät, und zwar deshalb, weil die Tierbesitzer/innen über das Impfsarkom-Risiko nicht aufgeklärt wurden. 



***


Durch Gerichtsverfahren werden sich diese Zustände nicht ändern. Dass ein Amtsrichter einen Tierarzt zu Schadenersatz verurteilt, weil er eine Katze oder einen Hund krank- oder totgeimpft hat, ist weniger wahrscheinlich als ein Sechser im Lotto. 

Von Lottogewinnern hat man schon gehört, von erfolgreichen Impfschadensprozessen bei Kleintieren noch nie. 

Es müssten unglaublich günstige Umstände zusammenkommen, damit ein solches Verfahren vernünftig ausgeht: ein Amtsrichter, der nicht mit dem Tierarzt verschwägert ist oder ihn aus dem Jagdverein kennt, und ein unabhängiger und fähiger Gutachter. (Wo sollte der in Deutschland auch hergezaubert werden? Wir haben leider keinen Professor Ron Schultz und keine Dr. Jean Dodds.)



*** 


Was könnte man also machen? 

Hm. Wir haben doch dieses neue Bundesministerium für Justiz und Verbraucherschutz

Bis Ende 2013 war der Verbraucherschutz beim Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung angesiedelt. Ein typischer Fall von Bock als Gärtner. 

Verbraucherschutz in der Kleintiermedizin existiert bis heute faktisch nicht. 

Das wäre doch mal eine schöne Aufgabe für einen Minister, der sich profilieren will. 



***


Wir hegen nicht die Illusion, dass eine Kampagne für Verbraucherschutz in der Kleintiermedizin (per Online-Petition o. ä.) die Verhältnisse nachhaltig aufmischen würde. 

Aber sie könnte helfen, dass mehr Tierhalter/innen erfahren: Die Impferei stinkt zum Himmel. 





Donnerstag, 3. April 2014

OT: Seminare zur Rohfütterung von Katzen und Hunden, Raum Frankfurt/Main




Info zur Rohfütterung vom Tierarzt - das gibt es nicht so oft, und erst recht nicht im Raum Frankfurt/Main. 

Tierarzt Peter Nennstiel bietet drei Seminare an: 


Am 4. April Rohfütterung Hunde für (kurzentschlossene) Anfänger 

Am 2. Mai Rohfütterung Hunde für Fortgeschrittene

Am 16. Mai Rohfütterung Katzen für Anfänger und Fortgeschrittene 


Ort:
Tierarztpraxis Peter Nennstiel
August-Bebel-Straße 51
63303 Dreieich-Sprendlingen (südlich von Frankfurt)

Beginn jeweils 18:30 Uhr

Kosten: 14 Euro

Anmeldung: 06103-6 22 77

Bitte ohne Hund (oder Katze) kommen.