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Montag, 13. Oktober 2014

Impfschema geändert - jetzt auch bei Rabisin




Erst wurde bei Eurican LT (Zweierkombi Lepto-Tollwut) die Gültigkeit der Tollwutkomponente von drei Jahren auf ein Jahr verringert.

Jetzt kommt Hersteller Merial mit einem neuen Impfschema für sein Produkt Rabisin (Tollwut-Einzelimpfstoff für Katzen, Hunde, Frettchen). 

Bis Juni 2014 lautete das Impfschema: eine Impfung im Alter von mindestens 12 Wochen, danach bei Katzen und Hunden gültig für drei Jahre. 

Seit Juni 2014 lautet es: eine Impfung im Alter von mindestens 12 Wochen, eine zweite Impfung ein Jahr danach, erst dann für drei Jahre gültig (Katzen und Hunde). 

An der Zusammensetzung hat sich, soweit aus der Gebrauchsinformation ersichtlich, auch bei Rabisin gar nichts geändert: der gleiche Impfvirusstamm in der gleichen Antigenmenge, die gleiche Menge Aluminiumadjuvans. 



***


Noch gibt es am deutschen Markt zwei Tollwut-Einzelimpfstoffe, bei denen der Eintrag für drei Jahre gleich nach der ersten Impfung zulässig ist: Enduracell T (*) und Nobivac T. 

Wer weiß, wie lange noch. Vielleicht kommen auch Zoetis und Intervet/MSD auf die Idee, ihre Produkte neu zu etikettieren.


(*) Enduracall T ist bei Katzen für vier Jahre zugelassen. Katzenhalter/innen sollten aber das adjuvansfreie Produkt Purevax Rabies vorziehen (falls eine Tollwutimpfung überhaupt sinnvoll ist). 

Nachtrag: Eine Leserin fragt, ob das auch für Österreich gilt. 
Antwort: Der Beipackzettel ist, soweit ersichtlich, für Deutschland und Österreich derselbe. Vertrieben wird Rabisin in Österreich von der Richter Pharma AG in Wels. Anrufen und fragen. 
©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/





Impfseminar mit Mo Peichl Nähe Limburg/Lahn



Impfseminar mit Mo Peichl am 18. Oktober


Ort: Limburg (Lahn) - Offheim

Zeit: 14 bis 18 Uhr


Ein paar Restplätze sind noch verfügbar. 

Weitere Info hier


Samstag, 11. Oktober 2014

Streicheln verhütet Katzenschnupfen




Erkrankungen der oberen Atemwege sind bei Katzen oftmals stressbedingt und daher in Tierheimen keine Seltenheit. 

Forscherinnen haben in Vancouver (Kanada) untersucht, wie sich freundliche Zuwendung auf die Gesundheit frisch eingelieferter Katzen im Tierheim auswirkt. 

Als ängstlich eingestufte Katzen wurden täglich viermal für je zehn Minuten von einer Person aufgesucht, die sanft mit ihnen redete und sie an Kopf und Hals streichelte. War ein Tier zu defensiv, wurde es mittels einer Teleskopstange durch das Käfiggitter hindurch gestreichelt. Eine Kontrollgruppe von ängstlichen Katzen erhielt diese Zuwendung nicht. 

Ergebnis: Die gestreichelten Katzen schieden weniger Erreger aus und wiesen mehr IgA auf (Antikörper in Schleimhäuten, wichtig für die Abwehr von Atemwegsinfekten). Die nicht gestreichelten Katzen hatten ein fast zweieinhalbmal höheres Risiko für eine Atemwegserkrankung als die gestreichelten. Sämtliche Katzen waren bei der Aufnahme gegen Seuche und Katzenschnupfen (Herpes und Calici) geimpft worden. 


©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/