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Donnerstag, 2. Juli 2015

Mein Name ist Hase, und ich will von nichts wissen (vor allem nichts von Immunologie)




Da können Leute wie Truyen, Hartmann und andere Profs noch so viele Vorträge halten, die jährliche Impferei ist den meisten Tierärzten zu lieb, als dass sie damit aufhören würden. 

Dreijährliches Nachimpfen (ohnehin nur ein fauler Kompromiss) kommt ihnen nicht in die Tüte. 

Soweit nichts Neues. Und trotzdem fasst man sich an den Kopf, wenn man liest, was ein Tierarzt im Juni 2015 in der Online-Version einer Lokalzeitung von sich gibt:



Dass Impfungen länger schützen als ein Jahr, sei nur ein Gerücht


Der Impfschutz halte etwa zwölf Monate und verschwinde dann. 


Leider, leider würden nicht alle Katzen und Hunde jährlich zum Impfen gebracht. 


Vor allem die Katzenhalter seien impffaul. 

(Böse Katzenhalter!)


Wer seine Katze länger als ein Jahr nicht mehr impfen ließ, solle dringendst einen Termin in der Praxis (natürlich in seiner*) machen. 


***


Wann hört das endlich auf, dass Tierärzte so etwas hinschmieren und unbedarfte Redaktionen es veröffentlichen?






(*) In diese Praxis würden uns keine zehn Pferde kriegen. Die ist, wie man auf der Website sehen kann, eine Art Industriefutterdreckverkaufsstelle. Regale und noch mehr Regale voller Trofu-Tüten. 

PS: Wer es genau war, spielt gar keine Rolle. Der betreffende Tierarzt stellt ja keine Ausnahme dar in seinem Berufsstand; oder müsste es nicht heißen: Gewerbe?