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Mittwoch, 19. August 2015

OT: Die große Abzocke




Nicht schlecht, der kritische Bericht des SWR über die Abzocke in den Tierarztpraxen und -kliniken. 

Auch wenn natürlich viele Übel nicht angesprochen wurden, etwa die systematische Überimpferei. 

Kronzeuge ist, wie so oft, der Hamburger Tierarzt Dirk Schrader. 

Und der Futterverkauf in den Praxen ist unserer Ansicht nach nicht deshalb fragwürdig, weil die Tierärzte dick dran verdienen, sondern weil das Zeug i. d. R. so mies ist: Diättrockenfutter für Katzen mit Diabetes oder Nierenversagen, usw., usf. 

Aber auf jeden Fall sehenswert. 


Sonntag, 16. August 2015

Immer wieder faszinierend: Beipackzettel




Ergänzung 2017: Inzwischen ist die Tollwutkomponente in den Versican-Plus-Produkten für drei Jahre zugelassen. Das heißt, ein Hund, der diese Kombi im Alter von mindestens 12 Wochen erhält, hat Tollwutschutz für drei Jahre. Wir würden jedoch gegen Tollwut einzeln impfen lassen, also nicht mit einer großen Kombi. (Und auch nicht schon mit 12 Wochen, es sei denn, der Welpe braucht eine gültige Tollwutimpfung für den Grenzübertritt.)


Beipackzettel von Haustierimpfstoffen sind eine ziemlich trockene Lektüre, aber manchmal sind sie richtig interessant. 
   

Zum Beispiel die Packungsbeilagen der Hundeimpfstoffe Versican Plus DHPPi/L4 und Versican Plus DHPPi/L4R. 

Das erste Produkt ist eine Kombi Staupe-Hepatitis-Parvo-Parainfluenza plus Lepto-Vierfachimpfstoff. 

Das zweite Produkt ist dieselbe Kombi wie oben, zuzüglich Tollwutimpfstoff.

Die Komponenten DHPPi/L4 sind ausweislich der Packungsbeilagen in den beiden Produkten völlig identisch. 

Sie unterscheiden sich nur durch das R, die Tollwut-Komponente, die im einen Produkt drin ist, im anderen nicht. 


***

Nicht identisch sind aber die Angaben zur "Wiederholungsimpfung".



Versican Plus DHPPi/L4: 

"Eine Einzeldosis Versican Plus DHPPi/L4 ist alle drei Jahre zu verabreichen."

(Wobei man aber jährlich zum Nachimpfen mit der kleineren Kombi Versican Plus Pi/L4 antreten soll.)



Versican Plus DHPPi/L4R:

"Eine Einzeldosis Versican Plus DHPPi/L4R ist jährlich zu verabreichen."

(Hervorh. MP)


***

Warum tun Hersteller so etwas?

Wahrscheinlich zielt ihr Marketing auf zwei Typen von Tierärzten ab:

- auf die, die auf die jährliche Komplett-Impferei einschließlich Tollwut ums Verrecken nicht verzichten wollen,

- und auf die, die sich bei der Kundschaft einen Vorteil versprechen, wenn sie gegen SHP "nur" alle drei Jahre impfen. 


***

Wie schon häufiger angemerkt: Die Hersteller können offenbar machen, was sie wollen, niemand schreitet ein, Verbraucherschutz: Fehlanzeige.

Die Tierhalter/innen werden über den Tisch gezogen, dass es eine Lust hat. 

Und Tiere werden krankgeimpft.  



PS: Dass die dreijährliche Nachimpferei gegen SHP genauso unbegründet ist wie die jährliche, dürfte unseren Lesern/innen bekannt sein. 

Dito, was gegen solche großen Kombis spricht.  

Und erst recht, dass man Tierarztpraxen meiden sollte, in denen jährlich gegen Tollwut geimpft wird mit "Einjahres"-Impfstoffen


PPS: Die Versican-Plus-Produkte enthalten (im Flüssig-Anteil der Kombis) als Wirkverstärker bis zu 2,2 mg Aluminiumhydroxid. Der andere Vierfach-Leptoimpfstoff am deutschen Markt, Nobivac Lepto 4, enthält kein Adjuvans.  


PPPS: Versican Plus DHPPi usw. ist nicht zu verwechseln mit dem anderen Versican-Produkt, das hierzulande zugelassen ist, aber kein "Plus" im Namen hat. 



Und noch ein Postscriptum: 

In einer anonymen Zuschrift versucht ein Leser (eine Leserin?), Versican Plus DHPPi/L4R zu verteidigen:

"Es gibt diese zwei unterschiedlichen Impfstoffe (einmal mit, einmal ohne Tollwut), damit der Tierarzt selbst entscheiden kann, ob er die Tollwutimpfung in sein Impfschema aufnimmt oder nicht (außerdem kann so auch mit einem anderen Tollwutimpfstoff, der bereits auf 3 Jahre zugelassen ist, immunisiert werden)." (Hervorh. MP)


Das "bereits" des Jahres. 


Tollwutimpfstoffe mit Zulassung für drei oder sogar vier Jahre (Katzen) gibt es in Deutschland seit Anfang 2006 (in den USA schon viel länger). 


Versican Plus DHPPi/L4R wurde im Jahr 2014 zugelassen. Als Einjahresprodukt. Ein Hund, der damit geimpft wird, hat nur ein Jahr lang eine gültige Tollwutimpfung. 


Warum bringt ein Hersteller im Jahr 2014 eine Kombi mit einem Einjahres-Tollwutimpfstoff auf den Markt? (Und zwar ein Hersteller, der unseres Wissens einen Dreijahres-Tollwutimpfstoff für Hunde in seinem Sortiment hat.)


Aus unserer Sicht gibt es nur eine Erklärung: weil er Tierärzten, die gern jährlich gegen Tollwut impfen, das passende Produkt bieten will. 


Und: Der Einjahres-Tollwutimpfstoff, der in Versican Plus enthalten ist, wird von Zoetis (früher Pfizer) auch als Zweijahres-Einzelimpfstoff verkauft, und zwar unter dem Namen Vanguard R. (Schema: eine Impfung im Welpenalter, eine zweite ein Jahr darauf, danach Zweijahresabstände). Vanguard enthält denselben Impfvirusstamm in derselben Menge wie Versican Plus, aber bei Versican Plus gilt die Tollwutimpfung nur für ein Jahr




Weiter heißt es in der Zuschrift zu unserem zweiten Postscriptum (PPS): 


"Aluminiumhydroxid als Adjuvans befindet sich übrigens auch in den meisten Humanimpfstoffen."


In den meisten? In vielen, aber nicht in den meisten. Und dabei handelt es sich nicht um Impfstoffe, die jährlich gegeben werden sollen.


Weiter im Text: 


"Aufgrund des Adjuvans hat Versican Plus wenigstens den 'Schutz" vor Leptospirose bekommen (andere L4-Impfstoffe haben nur eine 'Reduktion' der Leptospirenerkrankungen und Leptospirenausscheidung, das heißt der Hund kann immer noch an Leptospirose erkranken oder andere Hunde und sogar Menschen damit anstecken)."


Das stimmt so nicht. Im Beipackzettel kommt das Wort "Schutz' ohnehin nicht vor, vielmehr steht dort zu lesen: 


- für die Lepto-Arten canicola und icterohaemorrhagiae: "Prävention klinischer Symptome und der Ausscheidung der Erreger" (nix von Prävention der Infektion)


- für die Lepto-Art grippotyphosa: "Prävention klinischer Symptome und zur Reduktion der Infektion und der Ausscheidung des Erregers" (also nur Reduktion der Infektion)


Nur für die Lepto-Art bratislava steht im Beipackzettel was von Prävention der Infektion, wird somit versprochen, dass es gar nicht erst zu einer Infektion kommt ("Prävention klinischer Symptome, der Infektion und der Ausscheidung des Erregers"). 


"Schutz" im Sinne der Infektionsverhinderung mithin nur für 1 Lepto-Art von 4


Das unterscheidet sich unseres Erachtens nicht großartig von den Versprechungen anderer Hersteller. 


Und: Ob das im wirklichen Leben überhaupt funktioniert, weiß man sowieso nicht, da es unseres Wissens keine herstellerunabhängige Untersuchung dazu gibt.


Ach ja, und noch was: Was die so oft heraufbeschworene Lepto-Gefahr für Menschen durch infizierte Hunde betrifft, so empfehlen wir dies hier und dies


***

Zum Abschluss noch einmal unser Lieblingszitat: 


Es ist schwer, einem Menschen etwas begreiflich zu machen, wenn sein Einkommen davon abhängt, es nicht zu verstehen. 





©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/







Donnerstag, 13. August 2015

DOI und Titerkontrollen: Das seltsame Heckmeck in der Tiermedizin


Durch ein technisches Versehen 

- auf die falsche Taste gedrückt - 

haben wir unseren Beitrag "Dauer des Impfschutzes - Gewissheiten in der Humanmedizin, bloße Vermutungen in der Tiermedizin?" gelöscht. 

Weil wir keine Lust haben, den Beitrag zu rekonstruieren, hier jetzt in etwas anderer Form ein paar Fakten zum Thema DOI (duration of immunity, Schutzdauer) und Titer.



1. Dauer des Impfschutzes in der Humanmedizin


In der Humanmedizin wird NICHT vorsorglich jährlich oder dreijährlich nachgeimpft, obwohl man bei der Einführung neuer Vakzinen GAR NICHT WEISS, wie lange der Impfschutz hält. 

Vielmehr trifft man immunbiologisch begründete Annahmen zur Dauer der Immunität. 

Das wird dann epidemiologisch und durch Titermessungen bei einer KLEINEN Zahl von Impflingen kontrolliert. 

Woher weiß man, dass die Masernimpfung lebenslang hält? (Masern = Menschenstaupe) 

Antwort: Man weiß es gar nicht. Man nimmt es nur an.

Man kann es auch noch gar nicht wissen, weil die Impfung erst seit ca 50 Jahren üblich ist, und Menschen leben (in den reichen Ländern) im Schnitt weit länger.  

Trotzdem wird nicht "aufgefrischt", und man macht auch keine flächendeckenden Titerkontrollen. 

Wenn also Veterinärimpfexperten in den WSAVA-Welpenrichtlinien schreiben, der SHP-Schutz halte "probably" (wahrscheinlich) lebenslang, tun sie nichts anderes als ihre Kollegen in der Humanmedizin: Sie treffen eine begründete Annahme. 

In der Humanmedizin wird niemand deshalb hysterisch, und keiner schreit nach Auffrischung oder Titerkontrolle



2. Professor Ron Schultz zur DOI von SHP


Ron Schultz, Mitglied der WSAVA-Impfkommission, geht allerdings weiter. Er hat sich vor einigen Monaten gegenüber einem US-Fernsehsender wieder einmal in aller Klarheit zur Dauer der Immunität (DOI) geäußert. Er sei sehr enttäuscht darüber, dass Tierärzte immer noch jährlich gegen SHP nachimpfen, "wo wir doch wissen, dass das lebenslang hält" (Übers. MP).

Woher weiß Schultz das? 

Erstens werden die Hunde in seiner Familie seit den 70er Jahren nur ein- oder zweimal als Welpen gegen SHP geimpft und dann nie wieder. Mit bestem Erfolg. 

Zweitens macht er selbst seit Jahrzehnten Langzeit-Titermessungen und Challenge-Studien. 

Drittens zeigen alle seriösen Studien, dass das Vorhandensein von Titern für S und P nicht vom Zeitabstand zur Impfung und auch nicht von der Zahl der "Auffrischungen" abhängt. Hund als Welpe geimpft, 15 Jahre später immer noch Titer für S und P. Ganz ohne "Auffrischung". Überraschend ist das übrigens nicht. Auch Tiere haben ein Immungedächtnis. 


3. Ist ein Titer nur eine Momentaufnahme?

In der Humanmedizin jedenfalls nicht. 

Bei den allermeisten Impfungen werden sowieso überhaupt keine flächendeckenden Titerkontrollen gemacht. Nicht direkt nach der Impfung, um zu schauen, ob's funktioniert hat, und auch nicht Jahre danach, um zu schauen, ob's noch hält. 

Man verlässt sich darauf, dass Impfungen bei den allermeisten Leuten klappen. 

Titer werden zu wissenschaftlichen Zwecken gemessen, und zwar für die Studien vor und nach der Einführung NEUER Impfstoffe

Aber nur bei einer relativ kleinen Zahl von Impflingen.  

Aktuelles Beispiel: die HPV-Impfung. 

Gemessen wird bei frisch geimpften Personen, um festzustellen, ob die Impfung greift (Antikörper als Surrogatmarker für den Impferfolg). Spätere Messungen, je nach Impfstoff in mehr oder weniger großen Zeitabständen, dienen dazu, die Annahmen zur DOI zu prüfen.  

Kein Mensch wird dauernd zur Ader gelassen, um zu schauen, ob er noch Impfschutz hat. 


4. Titer-Hysterie, Teil 1   


Hierzu noch einmal ein Blogbeitrag von 2013: 

Ein sinnloses Telefonat über Staupe-Titer


"Guten Tag, ich bin XY, habe Ihr Buch gelesen und hätte mal eine Frage wegen Staupe-Titern."


"Ich höre."

"Also, ich bin ja ganz impfkritisch und will nicht so viel impfen. Wir haben jetzt aber Fuchsstaupe in der Gegend, und da habe ich bei meinem Hund den Staupe-Titer messen lassen. Der ist 1:32. Das Labor sagt, das ist nicht genug."


"Jeder messbare Titer zeigt an, dass die Impfung geklappt hat und dass ein Immungedächtnis angelegt wurde. Das ist nicht meine Privatmeinung, sondern das, was die führenden Experten auf diesem Gebiet sagen."

"Aber das Labor sagt doch, dass der Titer nicht reicht."

"JEDER MESSBARE TITER ZEIGT AN, DASS DIE IMPFUNG GEKLAPPT HAT UND DASS EIN IMMUNGEDÄCHTNIS ANGELEGT WURDE."

"Ja, aber wenn das Labor doch sagt ..."

"Staupe und Masern sind sehr eng miteinander verwandte Viren. Werden bei Menschen Titer gemessen, wenn Masernfälle auftreten? Werden ordnungsgemäß maserngeimpfte Menschen nachgeimpft, wenn Masernfälle auftreten?"

"Äh, nein. Aber wenn das Labor doch sagt ..."

"Wissen Sie, dieses Gespräch ist sinnlos. Guten Tag."


***

Hat das Labor eine wissenschaftliche Begründung für die Behauptung, ein Staupe-Titer von 1:32 sei ungenügend? Nein. 

Kann es wissenschaftliche Belege dafür liefern, dass "Auffrischimpfungen" mit Viruslebendimpfstoffen beim nachweislich erfolgreich geimpften Tier einen Nutzen haben? Nein. 

Kann es uns erklären, warum "Auffrischimpfungen" mit Viruslebendimpfstoffen wie zB Masern (= Menschenstaupe) in der Humanmedizin unbekannt sind? Nein. 

***

Für die, die's nicht glauben wollen, zum x-ten Mal:

Dr. Jean Dodds, US-Tierärztin, Expertin für Impfungen und Impfschäden:

"ANY measurable titer to either distemper and parvovirus means that the dog has specific committed immune memory cells to respond and afford protection upon exposure."


(JEDER messbare Titer für Staupe und Parvo bedeutet, dass der Hund spezifische Immungedächtniszellen hat, die bei Erregerkontakt aktiv werden und für Schutz sorgen. Hervorh. MP)

Welpen-Impfrichtlinien des Weltverbands der Kleintierärzte (WSAVA) 2013:

"The presence of circulating antibodies indicates that the dog is immune."

(Das Vorhandensein zirkulierender Antikörper zeigt an, dass der Hund immun ist. - Es wird also nicht gesagt: Das Vorhandensein zirkulierender Antikörper in Höhe von mindestens 1:XY zeigt an, dass der Hund immun ist.)


***

Die neuen Titerschnelltests für die Praxis, die derzeit in den USA stark vermarktet werden, liefern überhaupt keine Titerwerte in Zahlen.

Sie liefern vielmehr ein Ja/Nein-Ergebnis. Also: Antikörper nachweisbar/Antikörper nicht nachweisbar. Und das genügt völlig. 

***

Aber so ein deutsches Vet-Labor weiß es natürlich besser, gell?




Die Titerei mit den Schnelltests ist natürlich beim ordnungsgemäß geimpften Tier genauso rausgeworfenes Geld wie die Nachimpferei. SINNVOLL IST DIE TITERMESSUNG NUR BEIM WELPEN ZUR KONTROLLE DES IMPFERFOLGS. Aber irgendwie müssen Tierärzte ja die Umsatzverluste seit dem Rückgang der Überimpferei kompensieren, und so verkaufen sie der Kundschaft halt statt Impfstoffen ihre Titertests. 

Ausreichend geimpft ist selbstverständlich auch ein Hund, der als Welpe nicht die empfohlenen drei Impfungen hatte, aber jenseits des jungen Welpenalters noch eine SHP-Impfung bekommen hat. 




4. Titer-Hysterie, Teil 2



Besonders in der Veterinärmedizin wird postuliert, nur ein hoher Antikörperspiegel verleihe Immunität. Bei niedrigem Antikörperspiegel sei der Schutz nicht mehr robust genug oder gar nicht mehr vorhanden, weshalb nachgeimpft werden müsse. 

Die Rolle der Gedächtniszellen wird in der Kleintiermedizin entweder völlig ausgeblendet, oder es wird unterstellt, dass ein niedriger Impftiter gleichbedeutend sei mit einem niedrigen Pool an erregerspezifischen Gedächtniszellen.

In der Humanmedizin sind Immunologen jedoch zu dem Schluss gelangt, dass Gedächtniszellen und Plasmazellen (= langlebige antikörperproduzierende B-Zellen) unabhängig voneinander reguliert werden und unabhängig voneinander zur Langzeitimmunität beitragen.

Bestätigt wurde dies u. a. durch die Ergebnisse einer schwedischen Forschergruppe, die untersucht hat, wie sich Gedächtniszellen und Antikörperantwort bei Kindern nach Impfung gegen Masern-Mumps-Röteln über die Jahre entwickeln. 

Ergebnis: Zwischen der Höhe des Impfantikörperspiegels und der Menge der erregerspezifischen Gedächtniszellen besteht keineswegs die enge Korrelation, die man zuvor angenommen hatte. 

Vielmehr liegt belastbare Immunität auch dann vor, wenn der Antikörperspiegel sehr niedrig (geworden) ist, und zwar durch die Gedächtniszellen

Also: Ein niedriger oder nicht mehr messbarer Impftiter bedeutet nicht, dass auch zu wenige Gedächtniszellen vorhanden wären. 




5. Titerkontrolle statt Auffrischung?  


Hierzu Auszüge aus einem Oldie in diesem Blog, und zwar aus dem Beitrag über die Gelbfieberimpfung (2013):

Den Heckmeck mit Titerkontrollen, der jetzt zunehmend in der Tiermedizin betrieben wird, kennt die Humanmedizin nicht.

Man verlässt sich darauf, dass die Immunisierung bei den allermeisten Impflingen funktioniert.

(Sogar bei der Gelbfieberimpfung, die nur EINMAL gegeben wird.)

Manche Veterinäre sind der Meinung, man müsse unbedingt die SHP-Antikörper messen, wenn Hunde nicht (mehr) jährlich oder dreijährlich gegen SHP nachgeimpft werden. Also regelmäßige Titerkontrolle statt regelmäßiger "Auffrischung".  

Wenn das bei Menschen nicht üblich ist, warum muss das dann beim Hund sein? Ist der Impfschutz bei Menschen etwa weniger wichtig als der Impfschutz bei Hunden?

Oder geht's hier einfach um die Kohle?

PS: Das ist eine rhetorische Frage. 


©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/