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Sonntag, 21. Februar 2016

Buchempfehlung: Martin Hirte, "HPV-Impfung"



Dr. Martin Hirte, Autor des Best- und Longsellers "Impfen - Pro & Contra", nimmt sich in seiner neuen Veröffentlichung die Impfung gegen Papillomaviren vor ("Krebsimpfung"). 

Selten haben wir ein Sachbuch mit so grimmigem Vergnügen gelesen. 

Vergnügen, weil es so gut geschrieben ist, und grimmig, weil es Zustände schildert, die man nur noch als verrottet bezeichnen kann.   







Das Buch ist zugleich 

ein Leitfaden für Eltern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die zu entscheiden haben, ob sie ihre Kinder - die Mädchen und inzwischen auch die Jungen - gegen diese Viren impfen lassen,

ein aufklärerischer Ratgeber zur Krebsvorsorge und -früherkennung und 

- eine Kritik des korrupten Kartells aus Pharmaunternehmen, Zulassungsbehörden und willfährigen bis käuflichen Medizinern, das die Impfstoffe schließlich in die Impfpläne bugsierte. 
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Kompakt und doch umfassend wird erläutert, was Gebärmutterhalskrebs ist, wie oft er vorkommt, wer gefährdet ist, ob die Früherkennung mit dem Pap-Test taugt, wie Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert und behandelt wird und welche Heilungschancen bestehen.  

Wie immer beeindruckt Hirte, Kinderarzt in München, mit dem Umfang und der Tiefe seiner Recherche. Seine besondere Kunst liegt darin, dieses Wissen dann so aufzubereiten, dass es für Laien leicht fassbar wird. 

Im Mittelteil des Buchs (S. 52 ff.) zeichnet der Autor nach, wie die beiden Hersteller trotz schlechter Studien ihre Produkte in die Impfpläne drückten. Das stellt in mancher Hinsicht alles bisher Dagewesene in den Schatten.

Hirte: "Die Zulassungsstudien zu Gardasil und Cervarix wurden im Deutschen Ärzteblatt von dem Bielefelder Epidemiologen Ansgar Gerardus gründlich zerlegt: Er kritisierte 'suggestive und irreführende Informationen' seitens der Impfstoffhersteller (...) Das Deutsche Ärzteblatt kommentierte, viele Ärzte hätten sich von der Impfung mehr versprochen, aber der größte Anteil der Wirksamkeit entfalle auf die leichten Zellveränderungen, die wegen der hohen Spontanheilungsquote gar nicht therapiebedürftig seien (DÄ 2009)."

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hatte die exorbitant teueren Impfstoffe hastig durchgewinkt, der Rubel rollte, doch die Kritik verstummte nicht. Schließlich sah sich die Stiko zu einer Neubewertung gezwungen, die alsbald von Kassenvertretern zerpflückt wurde. Sie monierten unter anderem, dass die Impfung nach Berechnung der Stiko fast doppelt so viele Krebsvorstufen verhindern würde, wie überhaupt vorkommen

Der Nutzen der Impfung, das stellt der Autor klar, "steht noch völlig in den Sternen - und bleibt vielleicht auch dort stehen". 
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Den Schaden haben die Kassenmitglieder, deren Beiträge in die Taschen der Pharma-Vorstände sowie -Aktionäre und deren Helfershelfer im Medizinbetrieb fließen. Die Milliarden, die für diese Impfstoffe ausgegeben werden, wären an anderer Stelle im Gesundheitssystem besser angelegt. 

Den Schaden haben aber auch diejenigen Kinder oder jungen Teenager, deren Gesundheit durch die Impfung beeinträchtigt wird.    

Welche Schäden bisher dokumentiert wurden, erläutert Hirte ab Seite 102. Besonders beunruhigend: Die HPV-Impfung sei für eine Altersgruppe empfohlen, die eine starke Disposition zu Autoimmunerkrankungen habe. Die Impfung könne "möglicherweise den Übergang von einer schwebenden zu einer manifesten Erkrankung beschleunigen". 

Viele Kinderärzte und Gynäkologen sehen das natürlich völlig anders, für sie können die HPV-Impfstoffe nur segensreich sein. Was sie von Hirte unterscheidet, ist die Tatsache, dass sie die kritische Fachliteratur schlicht und ergreifend niemals auch nur angerührt haben. Sie nehmen das Marketinggetöse für bare Münze.




Martin Hirte: HPV-Impfung. Nutzen, Risiken und Alternativen der Gebärmutterhalskrebs-Vorsorge. Knaur Menssana, München 2016, 159 Seiten, 14,99 Euro (D), 15,50 Euro (A)


PS:
"Every doctor knows the unspoken rule in this world now, which is that you cannot ever criticise any aspect of vaccination."
(Jeder Arzt kennt das unausgesprochene Gebot in der heutigen Welt, welches lautet, dass man Impfungen niemals und unter gar keinen Aspekten kritisieren darf.)
Dr. Malcolm Kendrick, "Doctoring Data" (2014), S. 224



PPS Juni 2016: Wissenschaftler und Ärzte, darunter Dr. Peter Gotzsche vom Nordic Cochrane Center in Dänemark, wenden sich in aller Schärfe gegen die europäische Arzneimittelbehörde Ema, die den HPV-Impfstoffen schon wieder einen Persilschein ausgestellt hat. 

Samstag, 20. Februar 2016

Samstag, 13. Februar 2016

Tollwutimpfung: Ein Sieg der Vernunft (in den USA)



Der Verband der Veterinäre im öffentlichen Gesundheitsdienst der US-Bundesstaaten (NASPHV) gibt in seinem neuen "Compendium of Animal Rabies Prevention and Control" die amtliche Empfehlung, Haustiere unter Tollwutverdacht, deren Impfung abgelaufen ist, vernünftiger zu behandeln als bisher


Sie sollen nachgeimpft und unter Beobachtung (des Besitzers) gehalten werden. 

Sie sollen also genauso behandelt werden wie Tiere mit gültiger Impfung

Voraussetzung: Ihre (abgelaufene) Impfung ist dokumentiert (durch Impfpass oder sonstigen Nachweis). 



Bisher wurde mit Haustieren bei abgelaufener Tollwutimpfung in der Regel so verfahren wie mit wie niemals geimpften: Nach Kontakt mit einem tollwutverdächtigen Wildtier wurden sie meist euthanasiert. Wenn sie viel Glück hatten, wurden sie sechs Monate lang in strenger Quarantäne gehalten (was Tausende Dollar kostet). 

Die neue Empfehlung der NASPHV geht zurück auf eine äußert verdienstvolle Studie von Michael C. Moore und Kollegen, über die wir hier berichtet haben

Sie zeigt, dass Katzen und Hunde mit abgelaufener Tollwutimpfung auf eine Nachimpfung mindestens genauso gut ansprechen wie regelmäßig nachgeimpfte. 

Für Moore war das keine Überraschung. Impfschutz, sagte er, "sinkt nicht plötzlich an einem gesetzten Datum auf Null, egal ob bei Mensch oder Tier" (Übers. MP). 

Nach seinen Angaben erhält das Tollwut-Labor an der Kansas State University jeden Monat mehrere Anrufe, bei denen es um Tollwutverdacht bei Haustieren mit abgelaufener Impfung geht. 

Eine weitere Neuerung ist die Verkürzung der Quarantäne für niemals geimpfte Haustiere unter Tollwutverdacht. Bisher wurden sie entweder gekillt oder sechs Monate in Quarantäne gesperrt. Die Quarantäne wird nun auf vier Monate verkürzt. Nach Angaben der NASPHV beträgt die Inkubationszeit für Tollwut im Mittel sechs Wochen. Inkubationszeiten von sechs Monaten oder mehr seien zwar in der Fachliteratur beschrieben worden, seien aber außerordentlich selten. 


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Diese neuen Regelungen sind äußerst bemerkenswert, denn in den USA wird mit Tollwut wahrlich nicht leichtsinnig umgegangen. 

Aus gutem Grund, denn Wildtiertollwut ist in vielen US-Regionen verbreitet: Waschbären, Stinktiere, Füchse, Kojoten usw., und Fledermäuse sowieso. 

Es liegt auf der Hand, dass die EU dem Beispiel der USA folgen könnte. Wildtiertollwut ist hier ohnehin fast gänzlich ausgerottet. Importfälle sind ausgesprochen selten, und auch Fledermaustollwut tritt nur sehr vereinzelt auf. 

Dass die dauernde Tollwut-Nachimpferei der Haustiere in Europa inzwischen fragwürdig ist, hat ja sogar ein führender deutscher Veterinär schon öffentlich thematisiert.*

Käme es zum Ernstfall - 

Haustier mit abgelaufener Impfung trifft auf tollwutinfiziertes Tier, etwa einen illegal importierten Hund - 

könnte man ohne weiteres nach US-Vorbild vorgehen: nachimpfen und beobachten. 

Aber wahrscheinlich wird auch das erst mit jahrzehntelanger Verspätung hier eingeführt. 

Genauso wie die Tollwutimpfung mit mehreren Jahren Gültigkeit. Die gab es in den USA zumindest in einigen Bundesstaaten schon seit den 1980er (!) Jahren. Bei uns hat es bis 2005 gedauert.


(*) Professor Uwe Truyen, Uni Leipzig, ist seit dem 1. Dezember 2015 Vorsitzender der neuen Stiko Vet, die nunmehr beim staatlichen Friedrich-Löffler-Institut angesiedelt ist (und nicht mehr beim BPT, einem Interessenverband von Tierärzten). Da hätte er sicherlich die Möglichkeit, sich für vernünftigere Regelungen einzusetzen. 




©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/



Sonntag, 7. Februar 2016

Tollwut in Deutschland, Gesamtzahlen 2015



Laut Rabies Bulletin Europe wurden in Deutschland 2015 insgesamt 

13 Fälle von Fledermaustollwut 

amtlich festgestellt. 


Fälle bei sonstigen Wildtieren: null

Fälle bei Haustieren: null



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Das hält manche Tierärzte nicht davon ab, Katzen und Hunde jährlich gegen Tollwut zu impfen. 

Ein anhaltender Skandal. 


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Hier noch mal die Zahlen der Vorjahre

2014: 7 Fälle Fledermaustollwut

2013: 10 Fälle Fledermaustollwut, 1 Fall Import-Hund (Marokko)

2012: 14 Fälle Fledermaustollwut 

2011: 11 Fälle Fledermaustollwut

2010: 5 Fälle Fledermaustollwut, 1 Fall Import-Hund (Bosnien)



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