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Dienstag, 20. September 2016

Eurican-Herpes-Impfstoff soll Warnhinweis bekommen



Eurican Herpes 205 ist ein Impfstoff, der Zuchthündinnen vor und während der Trächtigkeit verabreicht werden soll, um Welpenverluste durch eine Infektion mit dem caninen Herpesvirus zu verhindern. 

Das Produkt ist ein Totimpfstoff und enthält als Adjuvans (Wirkverstärker) Paraffin - ein Mineralöl, das in Humanimpfstoffen selbstverständlich nicht erlaubt ist. 

Ob er die Welpen tatsächlich schützt, weiß man nicht, weil es dazu keine hersteller-unabhängigen Untersuchungen gibt. 

Laut einem Beschluss der European Medicines Agency (Ema) vom März 2015 soll die Produktliteratur um diesen Passus erweitert werden:

"Bei den Hündinnen können als Folge einer Infektion mit dem caninen Herpesvirus Aborte und Frühgeburten auftreten, der Schutz der Hündin gegen eine Infektion ist für diesen Impfstoff nicht untersucht worden" (Übers. MP). 

Anlass für diese Maßnahme seien Berichte über Aborte, Totgeburten, Frühgeburten und Vulvovaginitis bei geimpften Hündinnen gewesen. 



***


Züchter/innen, die den Impfstoff geben lassen, glauben vermutlich, dass er ihre Hündinnen vor der Herpesinfektion schützt

Dass er das nicht tut, war schon immer klar (und der Hersteller hat es auch nicht behauptet). Versprochen wurde nur, dass die Welpen durch mütterliche Herpesantikörper im Kolostrum geschützt würden. 

Das Paul-Ehrlich-Institut schildert die Sachlage in seinem Bericht über Impf-UAW bei Tieren (2015) deutlicher als die Ema:

"Nachdem sich Verdachtsmeldungen (...) zu Totgeburten oder lebensschwachen Welpen häuften, wurden bei diesem zentralisiert ((dh von der Ema)) zugelassenen Impfstoff besondere Warnhinweise in die Gebrauchsinformationen aufgenommen" (Hervorh. MP). 

Soweit ersichtlich, ist das in Deutschland bisher nicht geschehen, und auch in den Ema-Dokumenten haben wir keinen Warnhinweis gefunden. 


©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/


Hierzu schreibt uns eine Leserin:

"Ich hatte Anfang 2016 mit meiner Zuchthündin einen Wurf geplant. Nach mehreren erfolglosen Versuchen mit meiner älteren Hündin (die habe ich nie gegen Herpes impfen lassen) wollte ich diesmal bei meiner jüngeren Hündin alles richtig machen und habe mich doch breitschlagen lassen zu einer Herpesimpfung.


Ich bin Anfang Januar zum Decken gefahren, ca. 19 Tage nach Belegung habe ich schon gemerkt, dass meine Hündin zwei Tage lang furchtbar gestunken hat. Vermutete, dass sie zu diesem frühen Zeitpunkt resorbiert hat.


Ende Februar bemerkte ich, dass meine Hündin sich merkwürdig verhält, beim Spazierengehen hat sie plötzlich fremde Menschen angebellt, und im Dunkeln war es ganz schlimm. Es hat nicht lange gedauert, dann sah sie so aus wie auf dem Foto: 





Die Tierärztin versuchte es erst  mit einem  Mittel für Bindehautentzündung, schickte mich aber bald in eine Tierklinik. Dort wurde ich aufgrund meines komisch aussehenden Hundes nur ausgelacht, und der TA sagte, ja ja, das ist eine Autoimmunkrankheit, das haben viele Berner Sennenhunde. Ich bekam Prednisolon, und es sollte nach drei Tagen besser werden. Nachdem sie nach 8 Tagen immer noch so aussah, habe ich mich an eine ganzheitliche Tierärztin gewandt. Diese war entsetzt und leitete sofort das Cortison aus, nahm Blut ab, um zu schauen, ob es von der Schilddrüse kam. Nach der Ausleitung wurde es schon nach nur zwei Stunden besser. Sie belas sich und behandelte den Hund unter anderem mit entsprechendem Mittel gegen Impfschaden. Das Blutbild ergab keine auffälligen Schilddrüsenwerte, aber extrem schlechte Leberwerte (vom Cortison).

Nach ca. zwei Wochen sah meine Hündin wieder ganz normal aus. Die Tierärztin hat mir deutlich gesagt, dass es sich hier um einen Impfschaden handelt und dass mein Hund durch die Fehlbehandlung nur knapp einem akutem Leberversagen entgangen ist. Das Problem mit den Augen flackert nun immer wieder mal auf, allerdings nicht so wie auf dem Foto, sondern nur minimal."


Unser Kommentar: Wie so oft bei Erkrankungen nach Impfungen bleibt auch in diesem Fall die Frage offen, was die genaue Ursache war. Zum Glück geht es der Hündin nach der Behandlung bei der ganzheitlichen Tierärztin wieder besser. Wir würden diesen Impfstoff grundsätzlich nicht geben lassen, schon weil er als Adjuvans (Wirkverstärker) Paraffin enthält, also Zeug, das in Humanimpfstoffen nicht zugelassen ist. 

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