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Sonntag, 9. Oktober 2016

Die Wunderimpfstoffe der Veterinärmedizin










"Journal of Irreproducible Results" = "Zeitschrift für nicht reproduzierbare Ergebnisse" = Scherzblatt für Wissenschaftler         
© JIR





Für Tiere gibt es Impfstoffe, die die Humanmediziner eigentlich furchtbar neidisch machen müssten. 

Und zwar deshalb, weil es der Forschung partout nicht gelingt, wirksame und verträgliche Impfstoffe für die Humanvarianten dieser Erreger zu entwickeln. 

Beispiel: der Impfstoff gegen das feline Immunschwächevirus, FIV ("Katzenaids"). 

FIV und HIV (Immunschwächevirus des Menschen) sind einander so ähnlich, dass viele Katzen für die HIV-Forschung leiden müssen. 

Ein Impfstoff gegen HIV liegt trotz jahrzehntelanger Forschung in weiter Ferne, vielleicht wird es ihn niemals geben. 

Aber ein FIV-Impfstoff (Totimpfstoff mit Adjuvans) wird in den USA, in Kanada und in Australien munter verabreicht. 

Er soll jährlich gegeben werden, was ihn für so manchen Tierarzt sehr reizvoll macht. 

In Australien wurde ganz offen damit geworben, dass er die Patienten jährlich in die Praxis schafft.

Dass er nichts taugt, ist u. a. von Wissenschaftlern in Großbritannien schon längst nachgewiesen worden. 

Ein Forscherteam hat das nun dankenswerterweise auch für australische Katzen gezeigt (Westman et al. 2016). 

FIV-geimpfte und nicht FIV-geimpfte Katzen mit Freigang wurden auf eine FIV-Infektion untersucht. 

Resultat: Die Infektionsrate der zwei Gruppen hat sich nicht statistisch signifikant unterschieden. 

Fazit: "Die Ergebnisse dieser Studie rufen Zweifel an der Wirksamkeit von Fel-O-Vax FIV unter Feldbedingungen hervor" (Übers. MP). 

Anders gesagt: Im wirklichen Leben versagt der Impfstoff


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Halt so, wie experimentelle HIV-Impfstoffe bisher auch immer versagt haben. 

Wären sie für Tiere gedacht gewesen, hätte man sie natürlich umgehend zugelassen. 


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Das FIV-Zeug ist nicht der einzige Wunderimpfstoff der Veterinärmedizin.

In die gleiche Kategorie gehören der Katzenimpfstoff gegen Chlamydien (Humanimpfstoffe gegen Chlamydien weit und breit nicht in Sicht) und alle Haustierimpfstoffe gegen Einzeller, also gegen Giardien, Leishmanien und Babesien (Humanimpfstoffe gegen Einzeller weit und breit nicht in Sicht). 

Dennoch sind diese Veterinärimpfstoffe allesamt behördlich zugelassen worden. 

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Und zwar auf Basis von (Hersteller-) Laborstudien, die von Rechts wegen in diesem Journal hätten versenkt werden müssen: 



© JIR



PS: Was vergessen, nämlich die Pilzimpfstoffe für Katzen, Hunde, Pferde usw. Gibt es natürlich für Menschen auch nicht.



©haustiereimpfenmitverstand.blogspot.de/





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