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Montag, 27. Februar 2017

OT: Nachklapp zur Spendensaison/Werbemüll


Einmal an eine (große) Tierschutz-Organisation gespendet, und schon wird man mit Werbemüll zugeschüttet

Man kann das aber abstellen. Und zwar so: 



Sehr geehrte Damen und Herren,


wir haben vor einiger Zeit für *** gespendet und bekommen seither aufwendiges Spendenmarketing-Zeug zugeschickt. 

Wir brauchen keinen Kalender mit kitschigen Tierfotos, und wir möchten auch keine DVD über Ihr Projekt XY. 

Wir brauchen erst recht keine Hochglanz-Fotos irgendwelcher Funktionäre Ihrer Organisation. Was sollen wir Ihrer Meinung nach damit tun? Einrahmen und an die Wand hängen?

Aus unserer Sicht tragen Sie mit diesem Werbematerial nur zur fortschreitenden Vermüllung der Welt bei. 

Vor allem aber fragen wir uns, wie viel von unserer Spende in die Kasse einer professionellen Fundraising-Agentur geflossen ist. 

Dafür haben wir nicht gespendet. Deshalb wird *** von uns keine Zuwendungen mehr erhalten. 

Bitte löschen Sie uns aus Ihrem Verteiler. 


Mit freundlichen Grüßen



Nachtrag April 2017: 


Der Schweizer Kevin Brutschin informiert in seinem Blog über professionelles Spendensammeln, mit Schwerpunkt Straßensammlung/Drückerkolonnen (für die Schweiz, Deutschland und Österreich). Absolut lesenswert.

Nach seinen Recherchen ist es so, dass das auf diese Art erreichte Spendenvolumen zurückgeht und deshalb ein immer größerer Teil bei den Fundraising-Unternehmen hängen bleibt. Mittlerweile seien es mehrere Jahresbeiträge, früher sei es etwa ein Jahresbeitrag gewesen. 

Den wenigsten Leuten, die per Lastschrift an "gemeinnützige" Organisationen spenden, dürfte klar sein, dass sie jahrelang erst einmal zum Beispiel das Luxusauto des Chefs einer Fundraising-Agentur mitfinanzieren. 

Kein Wunder, dass all die Hilfsorganisationen einen immer schlechteren Ruf genießen. Wobei sie selbst ihr Führungspersonal auch gern fürstlich besolden (sechsstellige Jahresgehälter). Je mehr Marketing eine Orga macht, desto misstrauischer sollte man sein. 

Unser Rat: Wer den Tierschutz unterstützen möchte, sollte von vornherein Vereine ausschließen, die mit professionellen Fundraisern arbeiten. (Das erkennt man am Marketingaufwand, spätestens aber an den Ständen in der Innenstadt oder vor dem Supermarkt.) Und lieber an die lokale Katzenhilfe o. ä. spenden. 




Mittwoch, 22. Februar 2017

OT: Der Multimilliardär ruft, und die Medien machen ihren Hofknicks




Multimilliardär Bill Gates hatte soeben in Deutschland einen großen Auftritt als Wohltäter.*

Huldvoll gewährte er den Medien Interviews, damit sie seine Botschaft verbreiten. 

Und die lautet, dass quasi jederzeit weltweite Epidemien ausbrechen könnten und dass zu wenig Steuergeld** in die Pandemie-Vorsorge fließt. Was ja für Gates und seine Pharma-Freunde im wesentlichen Impfstoffentwicklung heißt. 

Kritische Fragen bekommt der Herr nicht gestellt. 

Zum Beispiel, warum seine Gates-Stiftung in Indien aus der nationalen Impfkommission geflogen ist. Die Stiftung hat diese Impfkommission faktisch betrieben. Am 28. Februar ist damit Schluss. 

Indiens Regierung hat das Treiben beendet, weil sie Interessenkonflikte am Werk sieht. Denn: Überall in der Gates-Stiftung sitzen Leute aus der Pharmaindustrie. 


Detail am Rande: Gates erwähnt, dass Forschung über Krankheitserreger zweischneidig sein kann. Sie liefert die Grundlagen dafür, dass gefährliche Erreger gezüchtet und zu Terrorzwecken eingesetzt werden können. Allerdings braucht man für diese Gefahr keine Terroristen - in den Laboren wird mitunter dermaßen gepfuscht, dass Kritiker schon gefordert haben, diese Art von Forschung einzustellen.



*Wohltäter mit Milliarden und Abermilliarden Dollar, die an der Steuer vorbei angehäuft wurden. 

** Ein beliebtes Prinzip in der Medizinforschung: Der Staat = der Steuerzahler finanziert die (Grundlagen-) Forschung, die Industrie reißt sich dann die Ergebnisse unter den Nagel und macht fette Profite.  

PS: Gute Studie darüber, warum diese Milliardärsstiftungen der Menschheit schaden. (Leider nur in Englisch.)

Samstag, 18. Februar 2017

EU-Bürgerinitiative gegen Glyphosat: Bitte unterschreiben



Umweltschutzverbände haben eine EU-Bürgerinitiative gegen das Pflanzengift Glyphosat gestartet. 

Das Zeug kommt inzwischen überall vor, etwa im Futter für "Nutz"-Tiere. 

Siehe zum Beispiel hier.

Und natürlich auch im Futter für Haustiere

In den USA wurde es in Katzen- und Hundefutter nachgewiesen (englisch).





PS: Eine Leserin hat uns dazu geschrieben (danke, R.) und u. a. diesen Link genannt (für Leute, die mehr wissen wollen).