Dienstag, 5. November 2013

Lepto-Impfstoffe: Bakterine für Menschen zu unbekömmlich




Leptospirose gilt als die weltweit häufigste Zoonose (= Krankheit, die von Tieren auf Menschen übertragen wird). Humanimpfstoffe gegen Lepto sind in Kuba, China, Japan und Frankreich zugelassen, tatsächlich verabreicht werden sie offenbar ziemlich selten. 

Grund: Es handelt sich bei diesen Lepto-Impfstoffen für Menschen um Bakterine = Ganzkeim-Impfstoffe, dh sie sind aus ganzen Bakterien hergestellt. Und das ist ein medizinisches Problem. 

In einer Studie über Methoden zur Entwicklung wirksamer und nebenwirkungsarmer Lepto-Impfstoffe für Menschen heißt es denn auch ganz unverblümt (Übers. MP):


Bakterine lösen nachteilige Reaktionen
und Nebenwirkungen aus, 
und ihr Gebrauch ist im allgemeinen
auf Tiere beschränkt,
besonders Hunde, Rinder und Schweine.


Die Autoren merken zudem an, dass sich diese Impfstoffe angesichts der über 250 verschiedenen Lepto-Serovaren als wenig wirksam erwiesen haben.

(Samuel Felix et al., Subunit approach to evaluation of the immune protective potential of leptospiral antigens, 2011)


***

Schon klar. Bei Tierimpfstoffen kommt es auf Nebenwirkungen und Wirksamkeit halt nicht so an. 



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Hinweis: Wenn du auf meinem Blog kommentierst, werden die von dir eingegebenen Daten (und unter Umständen auch weitere personenbezogene Daten, wie z. B. deine IP-Adresse) an Google-Server übermittelt. Mehr Infos dazu findest du in meiner Datenschutzerklärung und in der Datenschutzerklärung von Google unter https://policies.google.com/privacy?hl=de